Am 17. April öffnen Friedhöfe Wien die Tore zu einem der eindrucksvollsten Jugendstilbauten der Stadt – der Friedhofskirche zum Heiligen Borromäus – und laden zu einem außergewöhnlichen Erlebnis: einer Silent Disco.
Der Wiener Zentralfriedhof lädt Mitte April zu einer besonderen Veranstaltung ein. Am 17. April findet in der Friedhofskirche zum Heiligen Borromäus eine Silent Disco statt. Dann verwandelt sich der historische Hauptraum der Kirche in einen Tanzsaal und über Funkkopfhörer werden die Besucherinnen und Besucher beschallt. Dieser Zugang zu Musik sei leise, respektvoll und voller Energie, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Tickets sind im Vorverkauf um 15 Euro erhältlich.
"'Silent' steht für eine besondere Art des Feierns, bei der Rücksichtnahme und Lebendigkeit nebeneinander bestehen können", betonten die Wiener Friedhöfe. Bei der Veranstaltung sind zwei DJs parallel auf zwei unterschiedlichen Kanälen geplant. Gespielt werden House, Electronic, HipHop & Pop oder Alternative, Indie und Rock sowie musikalische Schmankerl, die thematisch an den Zentralfriedhof oder die Friedhofskultur anknüpfen.
Dank Kopfhörer bleibt es still
Dank der Kopfhörer bleibe es im Raum nahezu still. Dadurch eigne sich das Format besonders für Orte wie die Friedhofskirche, die auch im Rahmen von Veranstaltungen ihren Charakter als Raum des Innehaltens bewahren soll. "Wo Menschen gemeinsam lachen, tanzen und füreinander da sind, wird Kirche spürbar," meinte Pfarrer und Rektor Jan Soroka. "Ohne den Respekt und die Pietät gegenüber Trauernden zu beeinträchtigen, möchten wir besondere Eventformate schaffen, die Austausch und Gemeinschaft ermöglichen", meinte Renate Niklas, Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien GmbH.
Die Jugendstilkirche, errichtet zwischen 1908 und 1911 nach Plänen von Max Hegele, gilt als eines der architektonischen Highlights des Zentralfriedhofs. Ihre mächtige Kuppel, die symmetrische Raumwirkung und die Lage im Herzen des Areals machen sie zu einem eindrucksvollen Rahmen für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen, betonten die Friedhöfe. Bereits seit einigen Jahren wird der Friedhof auch als Kunst-, Kultur- und Begegnungsraum genützt, so gibt es dort etwa Yoga oder auch Livemusik.