Baustart

Großwerk auf Donauinsel zur Trinkwasserversorgung der Wiener

Mit einem feierlichen Spatenstich fiel am Donnerstag der Startschuss für ein weiteres Leuchtturmprojekt der Wiener Trinkwasserversorgung.

Wiens Bevölkerung wächst, der Klimawandel macht das Wasser knapp – jetzt handelt die Stadt. Zwischen Nordbrücke und Steinitzsteg entsteht bis 2030 ein hochmodernes Wasserwerk, das die Trinkwasserversorgung für ganz Wien krisenfest machen soll. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) macht klar: "Wir treffen jetzt die nötigen Maßnahmen, damit auch für die nächsten Generationen zu jeder Zeit bestes Trinkwasser da ist."

1.000 Liter pro Sekunde – Wahnsinn!

Das Herzstück des Projekts: 17 Grundwasserbrunnen liefern das Rohmaterial, eine vierstufige Aufbereitung – Belüftung, Grob- und Feinfilter, UV-Desinfektion – macht daraus reinstes Trinkwasser. Bis zu 1.000 Liter pro Sekunde kann die Anlage künftig liefern. Besonders wichtig ist dies bei Hitzewellen, Leitungsreparaturen oder wenn Quellen ausfallen.

12.000 Kubikmeter Beton – Baustelle startet jetzt!

Das Großprojekt ist gigantisch: Auf 50 mal 90 Metern werden bis zu zwölf Meter tiefe Baugruben ausgehoben, 12.000 Kubikmeter Beton und 1.700 Tonnen Stahl verbaut. Kostenpunkt: satte 140 Millionen Euro. Ab Sommer 2029 soll der Bau fertig sein – danach wird er begrünt, damit er sich in die Donauinsel einfügt.

Achtung, Umleitung ab 20. April!

Wer die Donauinsel zwischen Floridsdorfer Brücke und Nordbrücke nutzt, muss ab 20. April umplanen: Fußgänger und Radfahrer werden über den Treppelweg umgeleitet. Bitte Rücksicht nehmen – der Weg ist als Fairnesszone markiert.

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