Brutalo-Attacken auf Polizisten lassen die Stimmung in der FP-Wien eskalieren.
Wien. Zwischen der Wiener FPÖ und der Bundespartei herrscht maximal dicke Luft: „Manche Aussagen aus dem Bund verstehe ich nicht. Unsere Wiener Linie setzt bei der Impfung auf Freiwilligkeit und bei der Pandemie insgesamt auf wissenschaftliche Fakten“, kritisiert der blaue Gesundheitssprecher im Rathaus, Wolfgang Seidl, den Kurs von Nationalrätin Dagmar Belakowitsch und Parteichef Herbert Kickl. Als erster namhafter FPÖ-Politiker spricht er aus, was in den Reihen der Blauen für blankes Entsetzen sorgt.
Attacken auf Polizei und Geschwurbel sind zu viel
„Wir haben Hunderte Parteiaustritte allein in Wien, es ist auch bundesweit sehr schlimm. Kein Wunder: Wenn auf einer FPÖ-Demonstration Polizisten attackiert werden, noch dazu von einem hochrangigen Funktionär der FP-Jugend, dann reißt unseren Mitgliedern die Hutschnur“, empört sich ein blauer Insider – einer aus der übrigens zu hundert Prozent durchgeimpften Rathausriege der Wiener FPÖ.
Rauswurf. Fake News von Belakowitsch über Intensivstationen, Kickls Entwurmungsmittel und die Gewalteskalation auf der FP-Demo – auch Wiens FP-Chef Dominik Nepp reicht es offenbar längst mit seiner Bundes-Truppe.
Vor allem bei seiner Intim-Feindin Belakowitsch, die ihn einst als FP-Wien-Chef verhindern wollte, dann aber selbst abgewählt wurde, rückt ein Parteiausschluss näher …