Wien

Kriminalstatistik: Polizei schlägt Alarm

Artikel teilen

Während die Kriminalität leicht sinkt, steigt die Zahl verdächtiger Ausländer.

Genaue Zahlen liegen im März vor. Doch: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass in Österreich 2017 500.000 Straftaten angezeigt wurden. Gleichzeitig wird erneut die Aufklärungsquote der Polizei steigen. Besonders auffallend:

  • Der Anteil von verdächtigen ausländischen Tätern wird erstmals um die 39 Prozent liegen (1. Halbjahr: 40,1 %).
  • Schon heute beträgt ihr Anteil an den abgeurteilten Kriminellen in den Justizanstalten knapp über 50 Prozent. Zahlen, die umso erschreckender sind, weil der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung landesweit gerade einmal 15 Prozent beträgt.
  • Auch zur Terrorgefahr drangen konkrete Zahlen an die Öffentlichkeit: In Österreich leben 300 sogenannte „Gefährder“. Davon sind 100 verurteilt, 100 sind aus Kriegsgebieten zurückgekehrt, bei 50 weiteren wurde die Ausreise verhindert.
  • Cyberkriminalität explodiert: Während bei Kapitalverbrechen (Mord) bis zu den Einbruchszahlen leichte Rückgänge zu verzeichnen sind, bereitet den Ermittlern die Explosion der Cyberkriminalität große Sorgen, wie Österreichs oberste Polizistin, Michaela Kardeis, bestätigte. Im Internet wurden etwa 25 Prozent mehr Delikte begangen als noch im Jahr 2016.

Die Polizei wolle nicht nur personell weiter aufstocken, sondern sich auch technisch für die neuen Herausforderungen rüsten, sagt Polizei-Chefin Michaela Kardeis.

Das sagt die oberste Polizistin:

  • Über Cybercrime. „Der Kriminelle ist am Puls der Zeit. Hat er bisher das Packerl stehlen müssen, weil es der Briefträger vor die Tür gestellt hat, sagt er jetzt: ‚Ich mache eine Firma auf und lass mir die Ware zahlen, aber liefern tu’ ich nichts.‘“
  • Über Digitalisierung des Polizisten. „Die Einführung des neuen Einsatzleit- und Kommunikationssystems (ELKOS) war wichtig."
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo