Kurzer Prozess um
 Handgranaten-Mord

Streit in Dieselmafia

Kurzer Prozess um
 Handgranaten-Mord

Der Doppelmord von Ottakring kommt vor Gericht. Es droht ­lebenslange Haft.

Eines der spektakulärsten Verbrechen der jüngeren Vergangenheit wird ab Mittwoch vor dem Straflandesgericht verhandelt und soll bereits am Donnerstag mit einem Urteil enden – ein kurzer Prozess im Handgranaten-Mord von Ottakring.
In der Nacht zum 11. Jänner soll Kristijan H. (35) in der Odoakergasse seine Komplizen Zlatko N. (45) und Horst Waldemar W. (57) erschossen bzw. mit einer Handgranate in die Luft gesprengt haben.

Das Trio war einander einst freundschaftlich verbunden, hatte kriminelle Geschäfte mit dem Import von Diesel gemacht. Allein die hinterzogene Mineralölsteuer soll unglaubliche 613.000 Euro betragen haben.

Doch eines Tages forderten die späteren Opfer mehr Geld von Kristijan H., der bei den Abrechnungen betrogen haben soll. Es war das Todes­urteil für Zlatko N. und Horst Waldemar W.

Neben dem mutmaßlichen Haupttäter müssen sich ein weiterer Komplize (35) und die Schwester (42) als Beitragstäter vor dem Geschworenengericht verantworten. Sie sollen in die Mordpläne eingeweiht gewesen sein.

Kristijan H. droht lebenslange Haft. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.



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