Massenschlägerei endet mit Lungenstich: Jetzt spricht der Täter

Scheidungskrieg in Wien

Massenschlägerei endet mit Lungenstich: Jetzt spricht der Täter

Auf der Suche nach dem Motiv für eine Massenkeilerei samt Messer-Attacke tun sich Abgründe auf.

Es gibt Neuigkeiten bzw. eine neue Version über die Massenschlägerei vor einer Woche in Meidling zwischen 50 serbischen Roma. Wie berichtet, gingen drei Clans zunächst mit Händen und Füßen aufeinander los: die Familie einer 32-jährigen dreifachen Mutter, die sich scheiden lassen wollte, die ­Familie des (Ex-)Mannes (35) und die Familie des jüngeren Lovers (24) der Frau.

Geld. Damit es zu keinen ­Tumulten kommen sollte, war sogar extra ein Roma-Richter zu den „Verhandlungen“ in einem Kaffeehaus eingeladen worden, der schlichtend auf die Kontrahenten einwirken sollte. Immerhin soll es auch um bis zu 30.000 Euro gegangen sein, die die Familie des betrogenen und gehörnten Gatten vom neuen Freund für alle „Unannehmlichkeiten“ wollte.

Therme. Eskaliert ist die Situation, als der Noch-Ehemann seine Frau – die ihn mit den drei Kindern (3,5 und 6) sitzen gelassen hatte, um ein paar Tage in einer Therme auszuspannen, worauf sie mit dem Neuen zurückkam – noch ein letztes Mal anflehte, sie möge doch zu ihm zurückkommen. Und was für eine herzlose Rabenmutter sie sei, dass sie ihre Kids einfach so zurücklasse.

Messer. Daraufhin ging es rund. Zuerst im Lokal. Dann auf der Straße. Zum Messer habe er nur gegriffen, weil die Schwiegereltern auf ihn losgingen – tatsächlich wurde auch der 35-Jährige schwer verletzt. Im Tumult stach er um sich – und versetzte ausgerechnet dem Widersacher zwei Lungenstiche. Sein Verteidiger Mirsad Musliu: „Mein Mandant sitzt wegen Mordversuchs in U-Haft. Doch seine Tat war eine reine Abwehrhandlung.“ Es gilt die Unschuldsvermutung. R. Kopt