Mutter im Wahn mit 21 Stichen getötet

Unzurechnungsfähig

Mutter im Wahn mit 21 Stichen getötet

Nach Wahnvorstellungen durch Computer-Spiele tötete Teenager seine Mutter.

Fabian N. lebte in seiner eigenen Welt. Die meiste Zeit verbrachte der 16-Jährige in der elterlichen Wohnung in Wien-Penzing am Computer, um Ego-Shooter zu spielen und japanische Manga-Comics zu schauen. Immer mehr verlor der ­Teenager den Bezug zum normalen Leben.

Im März vergangenen Jahres geriet Fabian N. schließlich völlig außer Kontrolle. Er verkleidete sich wie seine Lieblingsfigur Tobi mit schwarzem Mantel und einer einäugigen orangen Gesichtsmaske, schnappte sich ein ­Küchenmesser und ging auf seine Mutter Sabine N. los.

Die 42-Jährige hatte ihrem Sohn immer wieder Vorhaltungen wegen seiner Spielsucht und seiner Faulheit gemacht: „Ich habe meine Mutter dafür gehasst“, gibt Fabian N. , für den die Unschuldsvermutung gilt, in seiner Einvernahme zu Protokoll. An diesem Abend tötete er sie mit 21 Messerstichen.

Gutachter haben den Teenager für nicht zurechnungsfähig eingestuft. Entsprechend hat die Staatsanwaltschaft keine Mordanklage erhoben. Stattdessen beantragte sie die Unterbringung von Fabian in der geschlossenen Psychiatrie. Das Gericht gab dem am Mittwoch statt.     



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