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Riesen-Eklat

Nach Derby-Schande: Heftige Fan-Ausschreitungen in Favoriten

Beim Wiener Derby sorgten die Rapid-Fans für einen Pyro-Eklat, doch nach dem Spiel ging es scheinbar in den Straßen von Favoriten erst richtig los.

Es war das erste Wiener Derby seit über einem Jahr, bei dem auch Auswärtsfans wieder zugelassen waren. Und vermutlich war es auch für lange Zeit das letzte. Denn schon während der 2:0-Niederlage Rapids gegen den erbitterten Erzrivalen Austria hatten einige sogenannte Fans vergessen, dass man dennoch auf Bewährung spielt.

Kurz vor Schlusspfiff wurden schon mehrere pyrotechnische Gegenstände auf das Spielfeld geworfen, was zu einer Unterbrechung sorgte. Das Spiel konnte zwar erneut angepfiffen und fertig gespielt werden, die Bundesliga kündigte dennoch schon harte Strafen an.

Derby-Ausschreitungen
© Yivana Manset Haber

Derby-Ausschreitungen
© Yivana Manset Haber

Derby-Ausschreitungen
© Yivana Manset Haber

Derby-Ausschreitungen
© Yivana Manset Haber

Rapid wird in den kommenden Top-Spielen gegen die Austria, Sturm, Salzburg oder den LASK auf jeden Fall mit Blocksperren rechnen müssen. Ob es nach den Vorfällen noch heftigere Sanktionen gibt, bleibt abzuwarten. Der Senat 1 der Bundesliga wird über das Strafmaß entscheiden.

Eskalation in Favoriten

Doch auch nach dem Spiel dürfte die Lage nicht beruhigt worden sein. Wie Bilder und Video-Aufnahmen belegten, randalierten die grün-weißen Krawallmacher in Favoriten munter weiter.

Im Park gegenüber des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Eisgeschäfts Tichy kam es dann zum großen Knall. Mehrere Randalierer schossen erneut Pyro-Gegenstände durch die Gegend und verursachten Schäden bei den anliegenden Geschäften. Die Polizei ist weiterhin im Großeinsatz.

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Wiener Skandal-Derbys seit 2005

Das 275. Wiener Derby wird nach den befürchteten Zuschauer-Ausschreitungen mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen.

Austria-Tormann Joey Didulica wird von den Rapid-Fans im Horr-Stadion mit Feuerwerkskörpern, Leuchtraketen und anderen Gegenständen beworfen.

Das Derby steht bereits in der 6. Minute vor dem Abbruch.

Rapid-Tormann Georg Koch geht zu Boden, nachdem ein aus dem Austria-Sektor geworfener Feuerwerkskörper in seiner Nähe explodiert war.

Hunderte Rapid-Anhänger stürmen im Derby gegen die Austria beim Stand von 0:2 auf den Rasen und attackieren Austria-Fans mit Leuchtraketen.

Das Spiel wird abgebrochen. Rapid erhält als Strafe ein Geisterspiel und eine Pönale von 50.000 Euro.

Eklat zwei Tage vor dem Derby

Vermummte Rapid-Fans prügeln in der Nähe der Generali Arena den Austria-Nachwuchsspieler Valentin Grubeck krankenhausreif

Beim Derby im Happel-Stadion kommt es zu Ausschreitungen.

In den darauffolgenden beiden Duellen der Erzrivalen bleiben die Gästesektoren geschlossen.

Rapid-Profi Maximilian Entrup wird beim Auslaufen nach einem Europa-League-Qualifi-Spiel Ziel einer Knallkörper-Attacke von Hütteldorfer Anhängern.

Der Stürmer war einst Mitglied der aktiven Austria-Fanszene.

Erneut kommt es zu Ausschreitungen vor und während dem Derby im Happel-Stadion

Rapid muss danach 35.000 Euro und die Austria 20.000 Euro Strafe zahlen.

Rapid-Fans provozieren mit Wurfgeschoßen auf Austrias Raphael Holzhauser

Es folgt eine mehrminütige Unterbrechung und 30.000 Euro Geldstrafe.

Neuerlich steht das Derby im Allianz Stadion vor dem Abbruch, weil Gegenstände unter anderem auf Holzhauser und Felipe Pires geworfen werden.

Zudem unterbinden zwei Platzstürmer im Finish einen vielversprechenden Austria-Angriff.

Erneut gibt es Krawalle zwischen den beiden Fanlagern

Nach dem Spiel werden insgesamt vier Personen verletzt.

Nach Derby in der Generali-Arena spricht die Polizei über 50 Anzeigen aus - viele davon im Zusammenhang mit Pyrotechnik - aus.

Beim Abmarsch zünden Rapid-Fans Bengalos im U-Bahnbereich bei Favoriten, u.a. vor einer voll besetzten U-Bahn mit offenen Türen.

Rapid feiert den ersten Heimsieg gegen die Austria im Allianz Stadion mit homophoben Schmähgesängen.

Die verbalen Entgleisungen einiger Rapid-Spieler und -Funktionäre resultieren in Spiel- und Funktionssperren.

Pyrotechnik aus dem Austria-Sektor landet im Familien-Sektor von Rapid.

Rapid-Anhänger stürmen nach Spielende (2:1) in die andere Ecke des Stadions. Auch von ihnen fliegen Leuchtkörper.

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