Zug-Affäre

ORF-Star kämpft für Lehrerinnen

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Ein Termin beim Stadtschulrat verlief erfolglos. Der Stadtschulrat blieb bei seiner Meinung.

Die Entlassung der drei Lehrerinnen sei "völlig überzogen und bedeute auch eine Strafe für die Kinder", ist sich ORF-Moderator Stefan Gehrer sicher.

Er ist Vater eines 9-jährigen Buben, der Ende Juni am Ausflug mit 82 weiteren Kindern teilnahm, der österreichweit für Schlagzeilen sorgte. Um einen Zug zu erwischen, lotsten vier Lehrerinnen die Kinder unter dem geschlossenen Schranken über die Gleise zum Zug. Augenzeugen riefen die Polizei und brachten den Fall ins Rollen.

"Ich sehe ein, dass es eine Strafe geben muss, aber sie muss angemessen sein und darf die Existenz dieser Frauen nicht gleich zerstören", so der ORF-Moderator.

Ein Termin am Mittwoch beim Stadtschulrat brachte keinen Erfolg. "Der Stadtschulrat sagte uns, er habe das Vertrauen in die Lehrerinnen verloren. Ich denke, dass wir das als Eltern der Kinder besser beurteilen können", so Elternvereinsvorsitzende Julia Köberl.

An diesem Bahnübergang lotsten die Lehrerinnen die Kinder über die Gleise.

"Eine Entlassung der Lehrerinnen wäre eine Strafe für die Kinder"

ÖSTERREICH: Sie sind selbst Vater eines der 83 Kinder. Wie haben Sie reagiert?
Stefan Gehrer: Ich war wütend. Es war eine Riesen-Dummheit, ja. Man sieht aber auch, dass es bei den Lehrerinnen einen Lerneffekt gibt. Ich bin dafür, dass sie eine zweite Chance bekommen.
ÖSTERREICH: Wie, glauben Sie, würden die Kinder reagieren?
Gehrer: Die Entlassung der Lehrerinnen wäre eine Strafe für die Kinder. Sie sind die besten, die unsere Kinder unterrichten können.
ÖSTERREICH: Aus dem Büro des Stadtschulrats hieß es, die Unterschriften der Eltern hätten keinen Einfluss.
Gehrer: Ich finde, dass es schon Einfluss haben sollte.

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