Klub überfüllt
Polizei-Einsatz bei D'Agostino-Konzert
Ein Auftritt des italienischen DJs Gigi D'Agostino in einer Disco in Wien hat in der Nacht auf Samstag zu einem großen Polizeieinsatz geführt. Das Lokal in der Donaustadt war bereits überfüllt, als rund 200 weitere Personen ins Bollwerk wollten. Es kam zu tumultartigen Szenen, 20 Beamten waren erforderlich, um die Situation zu beruhigen. Das Bollwerk bestritt in einem Statement die Überfüllung.
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"Total aufgeheizt"
Gegen 00.30 Uhr wurden die Beamten zum Bollwerk in der Wagramer Straße gerufen. "Die Stimmung war total aufgeheizt", berichtete Polizeisprecher Harald Sörös. Vier Funkwagenbesetzungen sowie zwei Gruppen der Bereitschaftseinheit mussten die Lage entschärfen. Rund zwei Stunden dauerte der Einsatz der rund 20 Beamten. Gäste gerieten aneinander, die Polizisten erstatteten zwei Anzeigen wegen Körperverletzung. Dazu kamen zahlreiche Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen, beispielsweise Anstandsverletzungen.
Facebook-Kritik
Auf der Facebook-Seite des Bollwerks äußerten User massiven Unmut über den Ablauf der Veranstaltung. Es wurde unter anderem kritisiert, dass es in der Nacht die Information gegeben habe, dass Gäste, die nicht mehr in den Klub kamen, an der Kasse ihr Geld zurückbekommen würden. Allerdings sei die Kassa unbesetzt gewesen, beschwerten sich die Fans.
Stellungnahme
Der Klub reagierte Samstagmittag mit einer Stellungnahme auf Facebook. Selbstverständlich würden all jene Gäste, die bereits Vorverkaufstickets hatten und nicht reingelassen wurden, ihr Geld zurückbekommen. Die Betreiber bestritten außerdem, "mehr Leute als erlaubt in den Klub gelassen" zu haben. Vielmehr sei man "weiter unter unserer zulässigen Höchstgrenze" gelegen. Das Problem sei gewesen, dass alle Gäste nur in jenen Bereich, in dem der DJ aufgetreten war, gewollt hätten. "Unser Soul Club z. B. war fast leer", hieß es im Posting. "Tatsache ist, dass rund 200 Personen vor der Tür standen und nicht mehr reingelassen wurden", konstatierte Polizeisprecher Sörös.
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"Waren nicht vorbereitet"
Der italienische Musikproduzent sei laut Eigenangaben bereits zweimal im Bollwerk aufgetreten, hier hätten sich die Gäste immer auf den gesamten Klub verteilt und somit hätte es keinen Stau gegeben. Auf die Situation am Freitagabend "waren wir nicht vorbereitet, und dafür übernehmen wir die Verantwortung", hieß es im Facebook-Statement. "Auf jeden Fall werden wir unsere Lehren daraus ziehen". Am 30. November würde es eine weitere Show mit Gigi D'Agostino geben, "diese werden wir entweder streng limitieren, oder in eine andere Location wechseln".
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