Prügel-Opfer zog Samurai-Schwert

Wien

Prügel-Opfer zog Samurai-Schwert

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Ein 27-Jähriger wollte an seinem Peiniger Rache nehmen und griff zu japanischer Waffe.

Wien. Zur Vorgeschichte: Ein Raucher (26) streifte auf der Tanzfläche im Wiener Praterdome einen Partygast (30) mit seiner Zigarette. Es folgte ein Streit, die Fäuste flogen. Weil auch die Freunde der Streithähne – alle Einheimische – immer aufbrausender wurden, schmissen die Securitys alle Personen beim selben Ausgang raus. Klüger wäre es gewesen, sie durch verschiedene Türen zu schicken.

Vier Verletze. Denn vor der Disco eskalierte die Situation vollkommen. Drei Personen einer Gruppe attackierten die andere. Die Polizei wurde gerufen. Es gab insgesamt vier Verletzte. Am schwersten traf es einen 27-Jährigen. Er wurde getreten, als er bereits am Boden lag, und erlitt Zahnabsplitterungen, eine Platzwunde im Gesicht und Hämatome.

Peiniger im Donauzentrum mit Katana abgepasst

Etwa zwei Monate nach der Prügelei sah der 27-Jährige (vertreten von Andreas Strobl) seinen Peiniger (30) zufällig in der Garage des Donauzentrums wieder. Der 27-Jährige mit Japan-Affinität schäumte beim Anblick. Er holte sein Samurai-Schwert aus dem Kofferraum, ging auf den 30-Jährigen zu, stänkerte ihn an, wurde aber von seinem Kontrahenten ignoriert. Das trieb den Asia-Fan zur Weißglut. Er zog das Katana aus der Scheide und rief: „Do, schau her, deinen Kopf hol’ ich mir auch noch!“

Urteile. Vergangenen Montag wurde der 27-Jährige vor Gericht wegen gefährlicher Drohung zu drei Monaten bedingter Haft rechtskräftig verurteilt. Der 30-Jährige und die anderen Schläger (26, 29) bekamen bedingte und unbedingte Geld- und Haftstrafen.

(lae)
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