Punsch-Wahnsinn vor Alkohol-Verbot

Ansturm auf die Standln

Punsch-Wahnsinn vor Alkohol-Verbot

Eine heimische Tradition wird verboten. Tausende wollen es noch einmal auskosten.

Wien. Offenbar ist der Drang nach heißem Alkohol stärker als die Vorsicht vor Corona. Ab Montag gilt ein komplettes Verkaufs-Verbot von Alkohol, jetzt gibt es noch viele „letzte Aufrufe“ zum Punsch trinken im Freien.

Letzte Tage. Das Lokal Zuckergoscherl in Wien-Landstraße etwa bewirbt: „Nur noch an diesem Wochenende dürfen wir ALKOHOL verkaufen.“ Jetzt scheint es einen wahren Ansturm auf Take-away-Alkohol zu geben.

Polizei rückte zu vielen ›Punsch-Razzien‹ aus

Trinken am Tresen. An vielen Plätzen sieht man mehrere Menschen gleichzeitig scheinbar ohne Scheu am Standl-Tresen lehnen und Punsch trinken – verboten!

Aufruhr. Schon länger sorgen in vielen Teilen Österreichs Trinker von Take-away-Punsch für Aufruhr. Nicht der Verkauf an sich ist derzeit verboten. Kunden müssen sich aber für den Konsum zumindest 50 Meter vom Standl entfernen. Auch gelten die üblichen Abstandregeln, die sehr häufig ignoriert werden. 

In Realität stehen oftmals Menschentrauben vor der Ausschank – so gesehen vor dem Wiener Meinl am Graben oder im Museumsquartier. Die Folge waren etliche Punsch-Razzien.
 
Verordnung. Ab Montag – so die neue Corona-Verordnung, die am Mittwoch vorgestellt wurde – gibt es in Lokalen und Ständen ein Verbot, offene alkoholische Getränke, wie zum Beispiel Punsch, zur Abholung zu verkaufen.
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