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Radler vs. Autos: Jetzt droht Chaos

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Die neue Straßenverkehrsordnung wird Konflikte auf den Straßen schüren.

Wien. Ab Samstag ist die neue Straßenverkehrsordnung in Kraft – das könnte heftig werden. Denn beim Überholen eines Radfahrers muss ein Autofahrer einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten – sonst drohen saftige Strafen, die laut Kuratorium für Verkehrssicherheit bis 726 € betragen können, bei besonders gefährlichen Verhältnissen sind es bis zu 2.180 €.

FP-Verkehrssprecher Toni Mahdalik sieht ein „völlig lebensfremdes Gesetz. Wie soll das gemessen werden? Die Polizisten haben ja ­keinen Maßstab im Auge eingebaut.“ Auch die Experten des KfV glauben, das es „sicher immer Beweisschwierigkeiten geben wird“.

Beweisfragen. Selbst die Polizei sieht auf ÖSTERREICH-Anfrage Konflikte heraufdämmern: „Entweder gilt die eigene dienst­liche Wahrnehmung des Polizisten, und/oder die Klärung der Beweisfrage findet im Zuge eines Verfahrens statt – mit Zeugenaussagen, Video, Beschädigungen, Sachverständigen etc.“

Rechtsabbiegen bei Rot muss in Wien warten

Die neue Regel, dass Radler bei bestimmten Ampeln bei Rot rechts abbiegen dürfen, wird in Wien bei zehn Ampeln angewandt. Welche das sind, steht aber noch nicht fest.
  

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