See-Killer Alfred U.

Zerstückelte Leiche

Das Psychogramm des See-Killers

Es ist ein Psychogramm des Horrors, das sich im Fall des Kannibalen von Rust offenbart.

ÖSTERREICH kennt die Psycho-Akte des Wieners, der eine Geheim-Prostituierte zerstückelt und im Neusiedler See abgelegt hat – einige Organe behielt er in der Wohnung in Wien, um sie zu faschieren und später zu kosten.

Alfred U. leidet unter einer kombinierten Persönlichkeitsstörung: Er ist emotional instabil, dissozial (also jemand, der sich nicht an Normen, Regeln und Verpflichtung zu halten vermag, dem es an Einfühlungsvermögen fehlt und der wegen seiner niedrigen Frustrationsgrenze zu aggressivem und gewalttätigem Verhalten neigt). Dazu wurde eine narzisstische sowie eine dependente Persönlichkeitsstörung attestiert. Letztere zeichnet sich vor allem durch ein eigentlich schwaches Ego aus, wobei man seine Wut an noch Schwächeren, im Fall von Alfred U. offenbar an Frauen, auslässt.

Streit um Dackel – Frau 
5 Stunden vergewaltigt

● Wie ÖSTERREICH aus vertraulicher Quelle erfuhr, soll der Mann schon viel früher als bisher bekannt als (Sexual-) Straftäter aufgefallen und amtsbekannt gewesen sein: 1976 soll er als 21-Jähriger ein Kindergartenmädchen (5) vergewaltigt haben. Ob davor schon etwas „vorgefallen“ ist, kann derzeit nicht gesagt werden.

● 1984, Alfred U. ist 29, verlässt ihn seine damalige Freundin, worauf Alfred U. ihren neuen Lover mit einer Eisenstange halb tot prügelt. Die Ex vergewaltigt er brutal und beißt ihr fast eine Brustwarze ab.

● Die meiste Zeit seiner Haftstrafe plus Psycho-Maßnahme verbrachte U. in Stein. Im Dezember 1994 kam er frei – womit er für den Mord an einer Prostituierten, die im April 1994 in St. Margarethen im Burgenland gefunden wurde, eher nicht infrage kommt. Außer er beging das Verbrechen an „Rosi“ (deren Leiche ein Bein abgesägt wurde) bei einem Freigang.

● Zwei Jahre später, 1996, stand Alfred U. wieder vor dem Richter: Er hatte eine Prostituierte, die zeitweise bei ihm lebte, 5 Stunden lang verdroschen und vergewaltigt, weil er ihr unterstellte, dass sie seinen Dackel verkaufen wollte, um ihre Drogensucht zu finanzieren.

● Diesmal erhielt der gelernte Drucker 12 Jahre Haft, die sich auf 20 Jahre ausdehnte, weil er wieder eine „Maßnahme“ bekam. Sprich: Erst wenn Gutachter zum Schluss kämen, dass er seine psychische Erkrankung soweit im Griff habe, dass er keine Gefahr mehr für seine Umwelt darstellt, sollte er freikommen.

● Im Herbst 2016 war es so weit – der mittlerweile 63-Jährige kam frei. Eine Prostituierte namens „Beata“ bezahlte den Irrtum der Gutachter eineinhalb Jahre danach unter bestialischen Umständen mit dem Leben. Es gilt die Unschuldsvermutung.(kor)

Video zum Thema: Fellner! Live: Astrid Wagner im Interview
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Wagner: "Schalter wurde innerhalb einer Sekunde umgelegt"

Star-Anwältin Astrid Wagner verteidigt Alfred U. und sprach auf oe24.TV über ihren Klienten.

oe24.TV: Sie verteidigen Alfred U., warum?

Astrid Wagner: Weil ich glaube, dass auch so ein Mensch, der jetzt zur Bestie der Nation hochstilisiert wird, anwaltliche Vertretung braucht. Ich habe ihn bereits zwei Mal getroffen und meine, dass er psychisch krank ist. Er hat die Tat unter dem Einfluss einer schweren psychischen Erkrankung begangen. Er ist keine Bestie, er ist in erster Linie Mensch.

oe24.TV: U. hat ein langes Strafregister: Er wollte einen Nebenbuhler erschlagen, hat vergewaltigt, schwere Körperverletzungen etc. Dafür saß er 32 Jahre ...

Wagner: Auch diese Taten sind unter Einfluss seiner psychischen Erkrankung geschehen. Er ist auch ein schwerer Alkoholiker.

oe24.TV: Trotzdem wurde er 2016 entlassen, lernte am Westbahnhof eine Frau kennen, eine Prostituierte ...

Wagner: Ja, die nahm er zu sich nach Hause. Er wollte ein wenig Zärtlichkeit, hat er mir gesagt. Die Situation ist aber eskaliert, die Frau hat zu schreien begonnen, er hat sie gewürgt: „Die Arme hat dran glauben müssen“, hat er mir gesagt.

oe24.TV: Dann hat er sie in der Badewanne zerstückelt?

Wagner: Er war ratlos, wollte die Leiche versenken. Dann hat er sie zerkleinert und im Neusiedler See versenkt. Teile hat er faschiert, im Tiefkühler aufbewahrt.

oe24.TV: Wie wirkte er beim Treffen auf Sie?

Wagner: Er ist einer, der sich nicht im Griff hat, bei ihm wird der Schalter innerhalb von einer Sekunde umgelegt.



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