Vorsicht!

Silvester: Alarm um Horror-Böller

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Zahlreiche Österreicher lassen es an Silvester krachen: Ärzte, Versicherer und Polizei warnen.

Es knallte mehrere Male, dann war in Wels ein Mercedes nur mehr Schrott. In der Nacht auf Donnerstag zündeten Unbekannte Silvesterböller an einem Fahrzeug in der oberösterreichischen Stadt. Der Motorraum brannte, für den Besitzer bleiben Tausende Euro Schaden.

Die Wiener Städtische Versicherung bezahlt laut eigener Aussage für Silvesterschäden jährlich 4,8 Millionen Euro. „Silvester zählt zu den schadensträchtigsten Nächten des Jahres“, so Vorstandsdirektorin Doris Wendler.

Abgerissene Finger, Verbrennungen

Abgerissene Finger, Verbrennungen der Haut oder der Verlust der Sehkraft – Verletzungen durch Böller sind oft irreparabel. „Wir Ärzte können nicht alle Schäden wieder heilen“, Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK). Die Ärzte stellen sich wieder auf zahlreiche Verletzte durch Horror-Böller ein. „Aus Erfahrung wissen wir, dass die Zeit um Silvester besonders schwere Verletzungen mit sich bringt“, so Unfallchirurg Mayer.

In Stadtgebieten ist es gesetzlich verboten, Böller und Raketen ab Kategorie F2 anzuzünden. Das sind Knallkörper mit der Altersbeschränkung ab 16 Jahren, die nur im Freien verwendet werden dürfen.

Wer Böller zündet, muss bis zu 3.600 Euro zahlen

„Das Zünden dieser Gegenstände ist im Ortsgebiet ausdrücklich verboten“, betonte die Wiener Polizei noch einmal. Bei Verstoß drohen bis zu 3.600 Euro Geldstrafe oder drei Wochen Freiheitsstrafe.

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