Taxler-Mord: Zeuge setzte sich ab

Austro-Türke (32) in Wien ermordet

Taxler-Mord: Zeuge setzte sich ab

Ein dubioser Zeuge geriet mit seinen Aussagen immer mehr ins Zwielicht. Jetzt ist er weg.

Entdeckt wurde die Bluttat am 23. Mai: Nachdem sich immer mehr Menschen Sorgen um den Austro-Türken machten, hielt die Polizei Nachschau in dessen Wohnung in Ottakring. Dabei entdeckten sie die Leiche am Fußboden im Wohnzimmer, daneben die Tatwaffe, ein Messer.

Wie berichtet, wollte Ali Riza S., der als Taxler arbeitete und Informatik studierte, geschäftlich eine Woche nach Deutschland reisen und dort 40.000 Euro investieren. Er soll sich das Geld von Bekannten ausgeborgt haben.
 
Ein selbst ernannter bester Freund des Studenten legte danach viele Spuren zu angeblichen Verdächtigen: So behauptete er, dass Ali Riza S. die Wohnung an eine Bulgarin oder Serbin, die er über Airbnb fand, vermietet hatte. Und dass sie zur Tatzeit drei Tage vor Auffindung des Toten beim späteren Mordopfer gewesen sein soll.

Obwohl der "Zeuge" ständig betonte, sonst von dieser "Mieterin" nichts zu wissen, behauptet er später, dass es sich bei der Frau um eine Prostituierte handeln soll. Die Mieterin soll am Sonntag (20. Mai) eingezogen sein. In dieser Nacht nahmen Nachbarn tatsächlich einen lauten Streit mit einer Frau wahr. Wer ist die Verdächtige und was weiß der "Zeuge" wirklich? Und warum ist er seit einem Monat in die Türkei abgetaucht?

 
(sia)


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