Bundeskanzler

Spritpreis-Hammer - Stocker mit Machtwort: "Krisengewinne darf es nicht geben"

Die Ölpreise sind in der Nacht auf Montag weiter angestiegen. Der Preis für ein Fass Brent-Rohöl legte um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar zu, bis Mittag ging er wieder auf 105 Dollar zurück. 

Das dürfte sich auch auf die Spritpreise auswirken, seit dem Ausbruch des Iran-Krieges sind die Preise an den Zapfsäulen spürbar nach oben gegangen. Die Regierung prüft die Preissteigerungen derzeit.  

Jetzt spricht der Kanzler ein Machtwort. Auf X erklärte er: "Eines ist dabei klar: Krisengewinne auf Kosten der Autofahrerinnen und Autofahrer, also der Menschen und Unternehmen, darf es nicht geben."

Stocker will Steuersenkung

Weiter sprach sich Stocker für eine konkrete Maßnahme aus: "Ich spreche mich für eine temporäre Senkung der Steuern auf Sprit aus." 

Unterstützung aus Niederösterreich 

Die niederösterreichische Landeshauptfrau springt Stocker zur Seite und unterstützt den Vorschlag. Sie erklärt: „Gerade im Flächenbundesland Niederösterreich sind viele Menschen auf das Auto angewiesen. Sie dürfen nicht die Zeche für die internationale Krise zahlen. Daher ist die Ankündigung des Bundeskanzlers, die Steuern auf Treibstoffe temporär zu senken, ein richtiger und notwendiger Schritt."

Hammer an der Zapfsäule

Am Montag kostete ein Liter Diesel an einer Tankstelle in Wien (Hadikgasse) bereits über 2 Euro. Diesel ist bereits fast 50 Cent teurer als vor einem Monat, Benzin rund 25 Cent teurer.

Dieselpreis in Österreich 

Am Freitag vor dem Start der Angriffe Israels und der USA auf den Iran lag der Dieselpreis in Österreich im Schnitt noch bei 1,554 Euro und der Preis für Super-Benzin bei 1,499 Euro je Liter. Die E-Control erhebt die Spritpreise einmal täglich in der Früh für den Vortag. 

Hattmannsdorfer äußert sich

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) unterstützt den Kanzler-Vorschlag. Er erklärte: "Der Staat darf kein Krisengewinner sein. Wenn wir die Österreicherinnen und Österreicher bei den Treibstoffkosten entlasten wollen, liegt der schnellste Hebel bei Steuern und Abgaben. Neben der Entlastung hat die Versorgungssicherheit oberste Priorität. Keine Maßnahme darf die Versorgungssicherheit gefährden.“ 

Konjunkturprognose könnte revidiert werden

Wegen des Iran-Kriegs und des rasanten Öl- und Gaspreisanstiegs könnte auch die für 10. April angekündigte Konjunkturprognose des Wifo und des IHS revidiert werden. Die Ökonomen des Wifo gingen in ihrer letzten Prognose im Dezember 2025 für 2026 von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent und für 2027 von einem Plus von 1,4 Prozent aus.

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