Ein Zeuge, der die Verhaftung der 14-Jährigen mit eigenen Augen mit ansah, beschreibt den Teenager als "Gruftie-Mädchen", ganz in Schwarz mit schwarzen Haaren. Von den Polizisten wollte sie "nur eine Zigarette".
Wien. Der Junior-Chef des Bestattungsunternehmens Altbart schildert gegenüber oe24 noch einmal eindringlich die schrecklichste Zeit, die er am Montag erleben musste. Nachdem Arthur Altbart gemeinsam mit Zeugen und der Rettung die niedergestochene Frau fand, die leider nicht mehr zu retten war, "kam die Polizei Ihnen auch schon mit einem jungen Mädchen entgegen."
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"Kein Anzeichen, dass ihr irgendetwas leid tut"
"Ich bin zwar am Friedhof und mit dem Thema Tod groß geworden, aber eine (mutmaßliche, Anm.) Mörderin neben mir stehen zu sehen, mit diesem emotionslosen Blick und keinem einzigen Anzeichen von irgendwas, das ihr leid tut, war schon echt hart."
Beschrieben wird die 14-Jährige als Emo oder Gruftie, ganz schwarz angezogen, mit schwarzen langen Haaren und Piercings im Gesicht. Sie war überhaupt nicht aufgeregt, sehr gelassen, emotionslos, also wirklich einfach kalt. Und irgendwie schien sie gar nicht wirklich verstanden zu haben, was sie da gerade angerichtet hat. Dann fragte sie einfach nur nach einer Zigarette."
Der Bestatter weiter: "Sie hatte blutverschmierte Hände, Kleidung und die Tatwaffe habe ich auch gesehen."
Zum Opfer weiß er nur so viel: "Sie war nicht nur eine Spaziergängerin, sondern definitiv eine Friedhofsbesucherin. Vermutlich wollte sie nur eine Kerze anzünden, das Grab von ihrem Gatten besuchen oder so wie es halt die meisten Personen hier am Friedhof machen."
Das beschuldigte Mädchen wurde von den Kriminalisten bereits befragt. Sie gestand inzwischen die Tat. Zum Motiv steht jedoch weiter nichts fest. "Sie hat keine Angaben dazu gemacht", so Polizeisprecher Philipp Haßlinger. Ob sie zum Zeitpunkt alkoholisiert war oder unter Drogen stand, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion - genauso wie ihr psychischer Zustand.