Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter ruft alle Mitgliedsverbände zum Aufstand gegen Gianni Infantino auf.
In einem Interview mit "Radio Canada" rechnet Sepp Blatter mit seinem Nachfolger ab: "Die Einmischung von Donald Trump in die Planung der Fußballweltmeisterschaft im Sommer ist das Schlimmste, was der FIFA bisher passiert ist. Und es gibt keinen Widerspruch. Warum stehen wir nicht auf? Wir haben noch Zeit, etwas zu unternehmen."
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Er kritisiert vor allem die "diffamierende Politik gegenüber allem Fremden in den USA" und die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE. Dabei sind Blatter seine eigenen Fehler bewusst.
"Deutlich schlimmer als früher"
Trotzdem seien seine Skandale nichts im Vergleich zu Infantino. Mittlerweile ist es bei der FIFA "deutlich schlimmer als früher". Laut Blatter herrsche dort nahezu "eine totale Diktatur". Unter Infantino würden den Funktionären des Weltverbands "Handschellen angelegt".
Kritiker werden "Geld oder Aufstiegsmöglichkeiten angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen", so Blatter. Auch der FIFA-Friedenspreis für Donald Trump stört den ehemaligen FIFA-Boss: "Niemand ist aufgestanden, um zu sagen, man solle diesem Zirkus ein Ende setzen."