Olympia-Aufreger

Lügen-Eklat um Israels Bob-Team

Der Viererbob wurde vom eigenen Olympia-Komitee disqualifiziert. 

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo wurde das israelische Viererbob-Team um Pilot AJ Edelman vor dem dritten Wertungslauf disqualifiziert. Hintergrund ist ein gezielter Regelverstoß, der vom Nationalen Olympischen Komitee Israels (OCI) sanktioniert wurde.

Disqualifikation

Um dem Ersatzmann Ward Fawarseh einen olympischen Einsatz zu ermöglichen, täuschte die Mannschaft eine Erkrankung des regulären Anschiebers Uri Zisman vor. Da das Reglement des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Auswechslungen während eines laufenden Wettbewerbs nur aus medizinischen Gründen gestattet, unterzeichnete Zisman zunächst eine entsprechende Erklärung. Kurz vor dem Start am Sonntag gestand der Athlet jedoch gegenüber der Delegationsleitung, dass die gesundheitlichen Probleme vorgetäuscht waren.

Ward Fawarseh
© Getty

Das OCI reagierte umgehend und zog das Team noch vor dem Eingreifen des Weltverbandes aus dem Wettbewerb zurück. In einer Stellungnahme betonte das Komitee, dass ein solches Verhalten den sportlichen Werten widerspreche und nicht toleriert werde. Pilot AJ Edelman räumte den Vorfall ein und begründete den Täuschungsversuch damit, dass man dem Ersatzmann trotz fehlender Medaillenchancen die Teilnahme ermöglichen wollte. Die Premiere des israelischen Viererbobs endet damit vorzeitig aufgrund eines Verstoßes gegen die sportliche Integrität.

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