Erste Reaktion

Wiener Kult-Lokal beschließt nach Feuer-Drama von Crans Montana Änderung

Nach dem tödlichen Brand in der Schweizer Nobel-Partyhochburg Crans-Montana zieht nun auch ein erstes Wiener Lokal Konsequenzen. 

In der bekannten „Bettel-Alm“ sind Sprühkerzen beim Flaschenservice ab sofort verboten.  

Der verheerende Bar-Brand in Crans-Montana mit mindestens 40 Todesopfern sorgt über die Landesgrenzen hinaus für Reaktionen. Die Wiener „Bettel-Alm“, ein beliebter Szenetreff im ersten Bezirk, kündigte an, Tischfeuerwerk beim Flaschenservice bis auf Weiteres zu untersagen.

Verbot nach Tragödie

„Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir uns entschieden, bis auf Weiteres auf Sprühkerzen (Tischfeuerwerk) beim Flaschenservice zu verzichten“, teilte das Lokal auf Facebook mit. Man denke an die Opfer und bitte die Gäste um Verständnis.

bettelalm
© facebook/bettelalm

Sprühkerzen als Brandursache

Hintergrund ist die mutmaßliche Ursache des Feuers in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana: Sprühkerzen auf Champagnerflaschen sollen das tödliche Inferno ausgelöst haben. Die Ermittlungen zu möglichen Sicherheitsmängeln, Fluchtwegen und behördlichen Auflagen laufen weiterhin auf Hochtouren.

Viele Opfer durch Rauch und Panik

In der Silvesternacht war in dem Kellerlokal ein Brand ausgebrochen. Nach Angaben der Schweizer Behörden kamen mindestens 40 Menschen ums Leben, 119 weitere wurden verletzt. Laut Augenzeugen und Behörden kam es zu Panik, Menschen stürzten auf der engen Treppe, andere verloren im Rauch das Bewusstsein. Wahrscheinlich seien viele Opfer erstickt.

Internationale Hilfe

Mehrere Länder nahmen Schwerverletzte aus der Schweiz auf. Auch Österreich hatte angeboten, Verletzte nach Wien und Graz zu verlegen, eine geplante Überstellung von sechs Patienten wurde jedoch vorerst abgesagt. Deutsche Spezialkliniken erhielten Anfragen zur Behandlung zahlreicher Brandopfer.

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