Party Strand Maturareise

Veranstalter reagiert auf Sex-Übergriffe

X-Jam: Nur noch Profi-Security

Das Sicherheitskonzept der Massen-Party in Istrien wird nun umgekrempelt. 

Wien/Porec. Nach sexuellen Übergriffen, Missbrauchsvorwürfen, rassistischen Äußerungen und mehreren Corona-Fällen auf der „X-Jam“-Matura-Reise auf der Halbinsel Lanterna bei Porec in Istrien kündigte Geschäftsführer Alexander Knechtsberger neben „lückenloser Aufklärung“ der Vorfälle nun auch ein neues Sicherheitskonzept an. 

"Die sicherste Reise" 

. „X-Jam wird künftig die sicherste Reise sein“, sagte der Veranstalter. So sollen künftig – die Schulabschluss-Massenparty im nächsten Jahr ist bereits ausgebucht – ausschließlich Mitarbeiter von professionellen Security-Firmen als Sicherheits- und Ordnerdienst eingesetzt werden. Bislang wurden hauptsächlich sogenannte Volunteers – freiwillige Helfer, zumeist Studenten, die aufgrund des geringen Altersunterschieds zu den Maturanten – herangezogen. „In den vergangenen 20 Jahren habe dieses Konzept gut und ohne Beanstandungen funktioniert“, sagte Knechtsberger.

Beschwerde-Hotline 

40 Leute wandten sich an Beschwerde-Hotline. Doch nun werden Konsequenzen gezogen. „Bei mir gibt es null Toleranz, wenn es um sexuelle Übergriffe, Diskriminierung und Gewalt geht“, so der Geschäftsführer. Wie berichtet, soll sich ein Sicherheitshelfer zu einer Maturantin ins Zimmer geschlichen und sie begrapscht haben. Bei ihm könnte es sich sogar um einen Serientäter handeln. Zudem soll ein Steirer (19) ein Mädchen vergewaltigt haben. Bis zu 40 Leute haben sich bislang bei einer extra eingerichteten Beschwerde-Hotline gemeldet. Neben einem Rassismus-­Eklat, der im Internet viral ging, sorgten auch 65 bisher bestätigte Corona-­Fälle für Aufregung, obwohl die insgesamt 7.500 Maturanten vor der Anreise einen aktuellen, negativen PCR-Test vorlegen mussten. Für das nächste Jahr kündigte der Veranstalter die Errichtung einer eigenen Unit an, die vor Ort als Ansprechpartner fungiert und umgehend reagieren soll und kann. Für alle gilt die Unschuldsvermutung. 



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