Nach Gasexplosion

Zwei weitere Todesopfer geborgen

Damit wurden alle im Haus in St. Pölten vermuteten Personen gefunden.

Nach der verheerenden Gasexplosion am Spratzerner Kirchenweg in St. Pölten Donnerstag früh mit fünf Toten ist der Einsatz an der Brandruine in den frühen Freitagmorgenstunden abgeschlossen worden. Die vermissten Personen, drei Frauen und zwei Männer, seien bis 0.50 Uhr geborgen worden, teilte Bürgermeister Matthias Stadler (S) mit. Man geht davon aus, dass es sich bei den geborgenen Personen um die vermisste Familie - ein älteres Ehepaar, deren Tochter und Lebensgefährten sowie Enkeltochter - handelt. Brand Aus war um 4.45 Uhr, die Feuerwehren waren gegen 6.00 Uhr bereits großteils wieder eingerückt.

Großaufgebot
Bis vor kurzem sei noch der gesamte Unglücksbereich "bis zum letzten Ziegel" durchsucht worden, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr im Schuttkegel befinde. Über 700 Atemluftflaschen wurden seitens der Feuerwehr für die Arbeiten benötigt. Das sei "einzigartig in St. Pölten in den letzten Jahrzehnten", sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.

In Spitzenzeiten seien tausend Leute am Unglücksort im Einsatz gewesen, berichtete Stadler. Neben rund 600 Feuerwehrmännern und -frauen von etwa 30 Wehren war auch ein Großaufgebot von Rettungs-und Polizeikräften sowie Mitarbeitern des Wirtschaftshofes mit den Arbeiten beschäftigt. 440 Tonnen Schutt wurden großteils händisch entfernt und anschließend mit zahlreichen Lkw-Fuhren zur städtischen Mülldeponie gebracht.

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