Beschwerde gegen neue WhatsApp-Regeln

Verbraucherverbände rufen EU auf den Plan

Beschwerde gegen neue WhatsApp-Regeln

Neue Richtlinien würden einen  "unangemessenen Druck auf die Nutzer" ausüben. 

Nach einer monatelangen Verschiebung hat  WhatsApp am 15. Mai seine neuen Nutzungsbedingungen  doch noch eingeführt. Nun wehren sich europäische Verbraucherschutzorganisationen  gegen die neuen Regeln der Facebook-Tochter. Der Europäische Verbraucherverband (BEUC) und acht seiner Mitglieder kritisierten die Änderungen und reichten Beschwerde bei der Europäischen Kommission und dem europäischen Netzwerk der Verbraucherschutzbehörden ein. Sie beklagen,  Whatsapp  dränge Nutzer zu Unrecht, die neuen Richtlinien zu akzeptieren. Hier hatte der Messenger-Dienst  zuletzt jedoch zurückgerudert .

"Unangemessener Druck"

"Der Inhalt dieser Benachrichtigungen, ihre Art, ihr Zeitpunkt und ihre Wiederholung üben einen unangemessenen Druck auf die Nutzer aus und beeinträchtigen ihre Wahlfreiheit", hieß es am Montag. WhatsApp habe es versäumt, die Art der Änderungen in klarer und verständlicher Sprache zu erklären. "Diese Unklarheit stellt einen Verstoß gegen das EU-Verbraucherrecht dar, das Unternehmen verpflichtet, klare und transparente Vertragsbedingungen und kommerzielle Kommunikation zu verwenden", erklärten die Verbraucherschützer. Sie forderten das europäische Netz der Verbraucherbehörden und die EU-Datenschutzbehörden auf, zusammenzuarbeiten, um diese Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und der Verbraucherrechte anzugehen.

Konkurrenten profitierten

Weltweit gelten inzwischen die neuen Nutzungsbedingungen, die es Whatsapp ermöglichen, Daten mit der Mutter Facebook und anderen zum Konzern gehörenden Diensten wie Instagram zu teilen. Allein die Ankündigung hatte in vielen Ländern einen Aufschrei ausgelöst, weswegen WhatsApp das Inkrafttreten auf Mai verschob. Zunächst hat es geheißen, dass Nutzer, die nicht zustimmen, den Dienst nach einiger Zeit nicht mehr verwenden können. Das hat WhatsApp jedoch relativiert. Messenger-Rivalen wie Telegram und Signal erhielten zuletzt starken Zulauf.



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