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Nationalratswahl

Fischer ruft zur Mäßigung auf

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Bundespräsident Heinz Fischer spricht sich gegen den "Napalm" -Sager sowie den pauschalen Bankensumpf-Vorwurf aus. Er kritisiert auch den Anti-Ausländer-Wahlkampf.

Bundespräsident Heinz Fischer hat die politischen Parteien am Freitag zur Mäßigung im Nationalratswahlkampf aufgefordert. "Nicht nur der 1. Oktober, auch der 2. Oktober kommt ganz bestimmt", sagte er anlässlich des österreichischen Gemeindetags im Wiener Messzentrum. Es dürfe nicht zu viel zwischenmenschliches Porzellan zerschlagen werden.

Eimischung ist nicht in seinem Sinne
"Ich schätze in einer Auseinandersetzung weder den Begriff 'Napalm', noch den Versuch, eine demokratische Partei pauschal im Sumpf eines Bankenskandals untergehend darzustellen", so Fischer in Richtung SPÖ und ÖVP. Er wolle sich nicht in den Wahlkampf einmischen. Vielmehr gehe es ihm darum, eine Beschädigung der auch in der Politik unverzichtbaren zwischenmenschlichen Beziehungen zu verhindern.

Kritik am Anti-Ausländer-Wahlkampf
Scharfe Kritik äußerte er auch am vorherrschenden Anti-Ausländer-Wahlkampf, ohne dabei FPÖ und BZÖ beim Namen zu nennen. "Ich bin sehr betroffen, wenn entgegen den Grundsätzen, zu denen wir uns bekennen und die in unserer Bundesverfassung verankert sind, Menschen anderer Religion oder Nationalität zu Feindbildern gemacht werden", sagte der Bundespräsident.

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