Machtkampf vor EU-Gipfel

EU: Briten pokern um Kommissions-Chef

Vor der Bestellung von Juncker zum EU-Chef ist ein Machtkampf entbrannt.

Kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel ist der ­Widerstand Englands gegen den potenziellen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker aus Luxemburg am Höhepunkt. Englands Premier David Cameron erklärte, dass er eine Abstimmung über Juncker erzwingen will.

Cameron-Allianz
„Sollte es keine Bereitschaft zur Suche nach einem Alternativkandidaten geben, sollte es zur Abstimmung kommen“, hieß es aus London. Ungarn, Schweden und die Niederlande unterstützen Cameron.

Rote für Juncker
Camerons Chancen, eine Sperrminorität gegen Juncker zu schmieden, sind gering. Am Samstag stellten sich in Paris neun sozialdemokratische Premiers hinter Juncker. Österreichs Kanzler Werner Faymann sagte in ÖSTERREICH: „Wenn Cameron gegen ihn stimmen will, müssen wir ihn notfalls überstimmen.“ Entscheidend ist das Verhalten von Merkel, die sich auf Juncker festlegte, aber einen Bruch mit England vermeiden will. Englands Regierung zeigt sich zynisch: „Die Chancen, Juncker zu stoppen, sind so groß wie ein Sieg Englands bei der Fußball-WM“, hieß es in der Sunday Times.

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