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Erfolg

Grüne schafften doch beide Wahlziele

Erstmals drittstärkste Kraft und Zehn-Prozent-Partei.

Die Grünen haben bei der Nationalratswahl am 1. Oktober doch beide Wahlziele geschafft: 20 Jahre nach ihrem Einzug in den Nationalrat sind sie nicht nur zur Zehn-Prozent-Partei geworden, sondern erstmals auch drittstärkste Partei. Mit den am Montag ausgezählten Wahlkarten-Stimmen ist es ihnen gelungen, die am Wahlsonntag knapp vorne liegenden Blauen doch noch zu überholen. Für die ebenfalls anvisierte Regierungsbeteiligung reichte das trotzdem nicht: Da SPÖ und ÖVP nur um die 35 Prozent bekamen, geht sich weder Rot-Grün noch Schwarz-Grün aus.

Bestes Ergebnis seit 1986
Das Ergebnis von 11,05 Prozent ist das beste Nationalrats-Ergebnis der Grünen seit 1986. Aber einmal haben sie bei einer Bundeswahl schon besser abgeschnitten: Bei der EU-Wahl 2004 kamen sie auf 12,89 Prozent - aber nur auf den vierten Platz. Wahlziele waren dritter Platz und ein zweistelliges Ergebnis auch bei der Nationalratswahl 2002 schon: Damals blieben die Grünen mit 9,47 Prozent aber um 26.348 Stimmen hinter der FPÖ am vierten Rang.

Die Nationalrats-Fraktion ist heute zweieinhalb mal so groß wie 1986: Mit acht Abgeordneten zogen die Grünen ins Hohe Haus ein, heute sind es 21. Als die Hochburg der Grünen bestätigte sich bei der heurigen Nationalratswahl Wien - und dort vor allem der Bezirk Neubau, wo man mehr als 35 Prozent erreichte.

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