Reaktionen

Kritik über Tempo-100-Beschluss

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Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Partei-Reaktionen auf den Tempo-100 Beschluss

SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder:

Als "völlig falschen Ansatz" bezeichnete SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder den Beschluss. Eder gab zu bedenken, dass ausschließlich Dieselmotoren für die Stickoxidemissionen und den Feinstaub verantwortlich sind. Trotzdem sollen nun auch Pkw mit Benzinmotoren von dem Tempolimit betroffen sein, obwohl sie nichts zu diesen Schadstoffen beitragen. "Es kann nicht sein, dass der private Pkw-Verkehr gebremst wird und der feinstaubverursachende Schwerverkehr weiterdonnert wie gehabt", so Eder.

BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch:

Der BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch will stattdessen auch Tempo 160 ermöglichen. "Je nach Witterung, Verkehrssituation und Grenzwertüberschreitungen soll im Sinne der Autofahrer eine flexible Geschwindigkeitsbeschränkung auch bis 160 Stundenkilometer möglich sein", sagte Walch. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn die Autobahnen mit viel Steuergeld teilweise dreispurig ausgebaut werden und die Autofahrer dann nur aus parteitaktischen Überlegungen schikaniert werden und bei besten Sichtverhältnissen mit 130 km/h oder gar nur mit 100 km/h unterwegs sein dürfen.

Stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig:

"Die oberösterreichische Landesregierung ist laut bundesgesetzlichen Vorgaben dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Reduktion der hohen Schadstoffbelastung im Raum Linz zu setzen", so Glawischnig. "Dass Tempolimits auf Autobahnen eine deutliche und effektive Reduktion bei gesundheitsschädlichem Feinstaub und Stickoxiden bringen ist nachgewiesen", so Glawischnig, die auf Erfahrungen auf der Tauernautobahn und der Innkreisautobahn verweist, wo Tempolimits auf Autobahnabschnitten bereits umgesetzt wurden. Der geplante Tempo 100 Abschnitt auf der A1 auf einer Länge von 13 Kilometern bedeutet übrigens einen Zeitverlust von nicht einmal 2 Minuten.

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