Niessl schafft 50 Prozent

Burgenland-Umfrage

Niessl schafft 50 Prozent

ÖSTERREICH präsentiert die 1. Umfrage des Jahres zur burgenländischen Landtagswahl: Laut Gallup liegt die SPÖ von Landeshauptmann Hans Niessl derzeit zwischen 50 und 51 Prozent. Zwar hätte der SPÖ-Politiker sein erklärtes Ziel „50-plus“ damit erreicht. Aufgrund der Wahlordnung muss Niessl allerdings um sein 19. Mandat im Landtag und damit um seine absolute Macht zittern. 2005 erreichte die SPÖ noch 52,2 % und damit 19 Mandate.

ÖVP rutscht ab
Immerhin bleibt Niessl unangefochten an erster Stelle, denn die burgenländische ÖVP von Franz Steindl rutsch laut Gallup von 36,4 auf 31 bis 32 Prozent ab. Wohl eine Folge der Debatte um das Asyllager Eberau. Die FPÖ legt von 5,8 auf 11 bis 12 Prozent zu – die Grünen (2005 bei 5,2 %) stehen zwischen 5 bis 6 Prozent.

Eberau-Njet für 58 % richtig
Niessl nennt die Debatte über Eberau einen „Versuch die SPÖ im Burgenland zu schwächen“. Tatsächlich profitiert er davon: 58 % sehen seinen Nein-Kurs als richtig an, nur 25 % nicht. 72 % der Burgenländer sind dezidiert gegen Eberau.

Auch bei der LH-Direktwahl liegt Niessl mit 61 % klar vorn, VP-Chef Franz Steindl ist mit 31 % weit abgeschlagen.

Niessl: "Ich will klare Verhältnisse."

ÖSTERREICH: Ihr Ziel für die Wahl am 2. Mai?

Hans Niessl: Ich will klare Verhältnisse: also 50 plus. Man sieht im Fall des Erstaufnahmezentrums Eberau, wie wichtig es ist, klare Verhältnisse zu haben, weil ich innerhalb kürzester Zeit den Baubescheid aufgehoben habe und die Rückwidmung gemacht habe.

ÖSTERREICH: Was ist, wenn Sie die absolute Mehrheit nicht schaffen? Gehen Sie dann?

Niessl: Ich geh nicht in Wahlen um zu verlieren, sondern ich geh in Wahlen um zu gewinnen. Und ich mach mir überhaupt keine Gedanken, was wäre wenn ...

ÖSTERREICH: Nützt Ihnen die Affäre um das Erstaufnahmezentrum Eberau?

Niessl: Das will ich nicht beurteilen. Aber es war ein geplanter Anschlag auf das Burgenland, um die Sozialdemokratie zu schwächen, um meine Position als Landeshauptmann zu schwächen und damit sozialdemokratische Wähler der FPÖ zuzutreiben

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