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Bei Hotelier & Ex-FP-Sekretär in Baden

Straches neuer Job: Absage bei Immo-Gruppe

Per September sollte Strache bei der Kyatt-Gruppe in Baden tätig werden.

Er habe „ab September einen neuen Job“, verriet Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gestern im oe24.TV-Interview. Was genau er künftig machen werde, wollte er allerdings partout nicht verraten. Auch gegenüber Parteifreunden – die FPÖ-Wien stellt ihm etwa ein Büro zur „Aufklärung seiner Ibiza-Causa zur Verfügung“ – schweigt er sich aus.

Ex-FPÖ-Parteisekretär Siegmund Kahlbacher wollte Strache zu der Kyatt-Gruppe Immobilien Entwicklung in Baden holen. Mit seinen malaysischen Partnern führt Kahlbacher etwa bereits das Hotel Sacher in Baden oder das Thermenhotel in Lutzmannsburg. Mit seinem Projekt, den Sauerhof in Baden zu einem Fünf-Sterne-Gesundheitshotel umzubauen, um chinesische Gäste anzulocken, sorgt er in der Kur­stadt, die um das Stadtbild fürchtet, für Aufregung.

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Paukenschlag: Strache soll Kyatt-Gruppe mit Hinweis auf anderen Job abgesagt haben

 
Nun herrscht allerdings Verwirrung über den neuen Job von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Nach Berichten über seinen Einstieg in die Immobilienbranche habe Strache der Kyatt-Gruppe Freitagnachmittag abgesagt, teilte deren Mehrheits-Besitzer Siegmund Kahlbacher - ein ehemaliger FPÖ-Parteisekretär - laut dem "Ö1 Journal um fünf" dem ORF mit.
 
Kahlbacher hatte zunächst noch einen "Österreich"-Bericht bestätigt und angekündigt, dass der über "Ibizagate" gestolperte Vizekanzler am 1. September bei der K.Y.A.T.T. Immobilien Entwicklungs GmbH in Baden in Niederösterreich tätig sein werde. Aber am Nachmittag teilte er dem ORF mit, dass ihn Strache angerufen und abgesagt habe - mit der Begründung, er habe einen anderen Job gefunden. Um welchen es sich handelt ist offen.
 

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Strache auf oe24.TV: "Habe einen neuen Job"

Das Ibiza-Video hat ihn zu Fall gebracht. Im soeben erschienenen Buch zum Ibiza-Skandal sieht Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine „Rehabilitation und Klarstellung“, wie er im großen oe24.TV-Talk sagt. Bis zur Wahl soll es das letzte Interview sein, das Strache geben will.

Wolfgang Fellner: Sie haben im Ibiza-­Video den „Schneebrunzer“ von ÖSTERREICH erwähnt. Wer ist damit gemeint? Ist das ein Kompliment für mich gewesen?

Heinz-Christian Strache: Meiner Erinnerung nach habe ich Ihren Namen nicht erwähnt. Ich weiß vieles nicht, was ich dort an Begrifflich­keiten verwendet habe, wo ich einfach sagen muss, da kann man sich nur im Nachhinein genieren. Das ist mir peinlich, weil es ein Verhaltensmuster gewesen ist, wo ich sagen muss: Das bin nicht ich, das war nicht ich.

Fellner: Ist dieses Ibiza-Buch teilweise eine Rechtfertigung für Sie?

Strache: Es ist eine Rehabi­litation und eine Klarstellung der Journalisten, die sich im Buch fast schon rechtfertigen für die aus dem Kontext gerissenen Videopassagen, die veröffentlicht wurden. Denn im Buch werde ich immer wieder zitiert, wo ich klar und deutlich sage, mit mir gibt es keine Korruption, mit mir gibt es Rechtskonformität, mit mir gibt es nur Gesetzeskonformität und Legalität, weil mir das heilig ist und ich lasse mich nicht kaufen. Das ist meine Stärke, und das sage ich immer wieder.

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Fellner: Es gab eine Hausdurchsuchung bei Ihnen. Grundlage ist eine anonyme Anzeige wegen einer möglicherweise politisch motivierten Postenbesetzung bei der Casinos AG. Warum macht das ein HC Strache, der immer sagt, er macht Schluss mit Parteibuchwirtschaft?

Strache: Das mit der Parteibuchwirtschaft habe ich ja im Ministerium gelebt. Mir ist völlig gleichgültig, wer bei welcher Partei ist. Aber selbstverständlich ist auch wichtig, in gewissen Bereichen auch Experten und Fachleute aus dem Finanzbereich, aus seinem Vertrauenskreis zu haben. Der Peter Sidlo ist ein ­Finanzexperte und fachlich dafür geeignet.

Fellner: Dass die FPÖ und Johann Gudenus Gegenleistungen mit der Novomatic ausgehandelt haben, ist Ihrer Meinung nach erfunden?

Strache: Ich kann nur für mich sprechen und finde es ungeheuerlich, wenn man mit solchen Verleumdungen konfrontiert wird, ohne Substrat, ohne Plausibilität. Ich habe niemals in meinem Leben jemandem irgendetwas angeboten. Das sieht man auch in dem Ibiza-Video, wo es den Lockvögeln sieben Stunden lang nicht gelungen ist, mich in eine käufliche Situation zu bringen. Wenn man andere Personen sieben Stunden lang – in nüchternem Zustand – filmt, wird man wahrscheinlich auch 6 Minuten finden, die nicht gut aussehen.

Fellner: Sie meinen, die sieben veröffentlichten Minuten des ­Videos waren manipuliert?

Strache: Insofern, dass man gewisse Sequenzen willkürlich zusammengeschnitten hat. Denn im Buch wird eines sichtbar: Dass die Versuche der Lockvögel, mich in irgendeinen korrupten Bereich hineinzudrängen, nicht gelungen sind, sondern ich sie konsequent zurückgewiesen habe.

Fellner: Es gibt Gerüchte, Sie beziehen immer noch FPÖ-Gage. Wovon leben Sie jetzt?

Strache: Fakt ist, ich erhalte kein Gehalt von der FPÖ. Ich habe seit dem 22. Mai von meinen Rücklagen gelebt. Ich bin mit Ende dieses Monats in einem beruflichen Verhältnis, über das ich jetzt aber nicht näher sprechen werde. Ich werde für eine Firma tätig sein und mich wirtschaftlich neu ausrichten.

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