Sonntagsfrage

Umfrage: Ohne Kurz ist ÖVP nix

Der neue VP-Chef Sebastian Kurz hält seine Partei auf Platz 1 – ohne ihn wäre sie nur Dritte.

Die ÖVP-Granden haben schon gewusst, warum sie Sebastian Kurz alle Vollmachten geben – er soll die Partei bei der Nationalratswahl am 15. Oktober retten. Für ÖSTERREICH hat das ­Research-Affairs-Institut von Sabine Beinschab (600 Interviews vom 30. 5. bis 2. 6. 2017) erhoben, wie viel Kurz der ÖVP wirklich bringt.

Der Kurz-Effekt. Research Affairs fragte zwei Mal ab: zunächst die Parteien mit Nennung ihrer Spitzenkandidaten und dann dieselben Parteien ohne Kurz, Kern, Strache und Co.

Umfrage mit Kurz

Die Folge. Bei Frage 1, also mit Kurz, kommen die Schwarzen auf 34 %. Das ist klar Platz 1. Ohne ihren Spitzenkandidaten wären es nur 25 % und auch nur der dritte Platz. Soll heißen: Der Kurz-Effekt ist sage und schreibe neun Prozentpunkte stark – und könnte die ÖVP im Oktober auf Platz 1 hieven.

Umfrage ohne Kurz

Abgeräumt. Angesichts der guten Umfragewerte von Kurz haben Christian Kern (SPÖ) und HC Strache (FPÖ) das Nachsehen. Nennt man die Spitzenkandidaten, also auch Kurz, kommt die FPÖ nur auf 26 % und die SPÖ gar nur auf 21 %. Ganz „ohne“ wäre Straches Partei mit 30 % auf Platz 1 und Kerns Rote mit 27 % knapp dahinter. Kurz räumt also beide ab.

Österreicher wollen nach der Wahl Schwarz-Blau

Koalitionen. Übrigens: Stellt man die Österreicher vor die Wahl, ob sie nach der Wahl lieber Schwarz-Blau, Rot-Blau oder gar Rot-Schwarz wollen, so ist ihre Entscheidung klar: 33 % wollen eine Koalition aus ÖVP und FPÖ – und nur 24 % die bisherige SPÖ-ÖVP-Regierung. Rot-Blau hat nur 19  %, das macht Platz 3.

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