Zweifel um Rücktritt von Wagner

Nicht eingereicht

Zweifel um Rücktritt von Wagner

Bisher soll Wagner seinen Rücktritt noch nicht schriftlich in Rom eingereicht haben. In Kirchenkreisen fragt man sich nun, ob er wirklich auf sein Amt verzichten will.

Dass der Vatikan sich noch immer nicht offiziell zur Bitte des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner um Rücknahme seiner Bestellung geäußert hat, lässt offenbar Zweifel aufkommen, ob Wagner tatsächlich auf das Amt verzichten will. Demnach habe dieser den Rücktritt bis Mittwoch noch nicht schriftlich in Rom eingereicht.

Das Kommunikationsbüro der Diözese Linz stellte dazu fest, es könne bestätigen, dass der Rücktritt mündlich in Telefonaten mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz und Wagner, mit der Nuntiatur und bis zum zuständigen Kardinal Re in Rom abgesprochen und angenommen sei. Das habe auch Kardinal Christoph Schönborn nach der Sondersitzung der Bischöfe Österreichs am vergangenen Montag so gesehen.

Prozedur braucht Zeit
Die entsprechende schriftliche Prozedur dauere seine Zeit. Man brauche sich nicht vorstellen, dass das die Faxgeräte angeworfen würden und in zehn Minuten sei alles erledigt. Bis Wagner ein Dekret aus Rom in der Hand habe, mit dem der Rücktritt formal abgeschlossen ist, werde noch einige Zeit vergehen.

Die konservative Internet-Plattform kath.net hat am Mittwoch unter Berufung auf eine "zuverlässige Quelle" berichtet, der Linzer Diözesanbischof Schwarz habe Gerhard Maria Wagner an diesem Tag in einem Telefongespräch ersucht, das Rücktrittsgesuch zu unterschreiben. Dies sei offensichtlich bis dahin nicht durchgeführt worden. Im Kommunikationsbüro in Linz konnte man das Telefonat weder bestätigen noch dementieren. Wagner sei derzeit telefonisch schwer erreichbar.

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