Akademikerball: FPÖ hält an Hofburg fest

Burschenschafter-Treff

Akademikerball: FPÖ hält an Hofburg fest

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Die FPÖ als Veranstalter verfüge über einen "langjährigen Vertrag", so Gemeinderat Guggenbichler.

Der Veranstalter des Wiener Akademikerballs, FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler, hat am Freitag bekräftigt, die Burschenschafter-Tanzveranstaltung auch 2015 wieder in Hofburg abhalten zu wollen. Man verfüge über einen langjährigen, aufrechten Vertrag. "Aus meiner Sicht findet er statt." Vom Hofburg-Kongresszentrum gab es dazu vorerst keine Stellungnahme.

"Schadet dem Ruf Wiens"
Am Donnerstag hatte sich der Wiener Gemeinderat mit rot-grüner Mehrheit in einem Beschluss- und Resolutionsantrag dafür ausgesprochen, "diese Veranstaltung 'Akademikerball' künftig nicht mehr in der Wiener Hofburg abzuhalten". Begründung: Der Ball habe als internationales Vernetzungstreffen von Rechtsextremen dem Ruf Wiens geschadet, auch die Ausschreitungen einer "vergleichsweise kleinen Gruppe von Demonstranten" hätten negative Publizität verursacht.

Guggenbichler bezeichnete dies als Täter-Opfer-Umkehr und Versuch, auf die Hofburg-Gesellschaft Druck auszuüben. Bei den Protesten seien "mehr oder weniger die Wilden" unterwegs gewesen, und durch die Resolution würde ihnen recht gegeben. Nicht der Ball belaste die Steuerzahler, "den Staat kosten die Extremisten Geld". Außerdem sei der Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) als Vorgänger des Akademikerballs jahrzehntelang friedlich ohne jeden Protest über die Bühne gegangen.

Bereits am Donnerstag hatte Guggenbichler der SPÖ und den Grünen die Tendenz vorgehalten, "politisch Andersdenkende auszugrenzen und damit der menschenverachtenden Hetze seitens gewalttätiger Exponenten linksradikaler Gruppierungen neue Nahrung zu geben".

Aus Sicht des FPÖ-Organisators soll der Ball 2015 wieder am letzten Freitag im Jänner stattfinden. Offiziell bekannt gegeben werde dies wohl wie üblich erst im April, wenn insgesamt der Ballkalender für die nächste Saison feststehe, so Guggenbichler. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte laut "Neuer Freier Zeitung" schon bei der Eröffnung des diesjährigen Balls erklärt, dass die Wiederholung in der Hofburg "unverrückbar" feststehe.

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