Volksschule Zeugnis / Gabriele Heinisch-Hosek

Sparpläne

Aufstand gegen Schul-Einschnitte

Die betroffenen Lehrer und Schüler kritisieren die geplanten Einsparungen massiv.

Der Finanzminister bleibt hart. Die Einsparungen, die er den Ministerien verordnet hat, werden nicht geändert, stellt er im Interview klar. Auch die massiven Kürzungen im Bildungsbereich (117 Millionen Euro 2014 und 2015), über die ÖSTERREICH zuerst berichtete, verteidigt er.

Der Aufstand gegen die Schul-Sparpläne und der Zorn darüber, dass unsere Kinder für die Hypo-Sünden büßen müssen, werden immer größer. Das bekommt vor allem die Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) zu spüren. Seit sie am Donnerstag die Sparpläne bestätigt hat, gehen die Emotionen hoch.

„Diese Einsparungen sind absolut inakzeptabel. Das geht auf Kosten unserer Kinder“, empört sich Paul Kimberger, ÖVP-Lehrer-Chefgewerkschafter. Er stellt im ÖSTERREICH-Gespräch der Ministerin sogar die Streik-Rute ins Fenster: „Wir haben die finalen Zahlen noch nicht am Tisch, aber wir werden uns geeignete Maßnahmen überlegen.“

Auch SPÖ-Gegenüber Heinrich Himmer ist wütend auf die Ministerin: „Das ist Sparen am falschen Platz!“ BMHS-Gewerkschafter Jürgen Rainer kritisiert vor allem die geplanten höheren Schülerzahlen in den Klassen: „Verheerend.“

Jugend wehrt sich gegen die massiven Sparpläne
Auch die Schülervertreter schweigen nicht. Thomas Gaar, Obmann der ÖVP-nahen Schülerunion wehrt sich dagegen, „dass der Sparstift bei den Schülern angesetzt wird“. Als „absolut unverständlich“ kritisieren die SPÖ-Schüler AKS die Pläne.

ÖSTERREICH: Droht jetzt der Lehrer-Aufstand gegen die Sparpläne der Ministerin?
Paul Kimberger: Zuerst will ich die Zahlen auf dem Tisch sehen. Die Ministerin hat es bisher nicht der Mühe wert befunden, mit uns darüber zu reden. Aber eines ist klar, wir Lehrer werden das auf gar keinen Fall akzeptieren.

ÖSTERREICH: Die Ministerin muss sparen, wo denn Ihrer Sicht nach?
Kimberger: Da gibt es andere Bereiche. Im Bereich Vernetzungstreffen oder Symposien. Aber nicht beim Personal oder bei den Klassen.



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