Blümel verzichtet auf Gehaltsfortzahlung

Ex-Minister

Blümel verzichtet auf Gehaltsfortzahlung

Anders als Sebastian Kurz springt Gernot Blümel finanziell ins kalte Wasser.

Wien. Im Fall des Ex-Kanzlers ist die Sache klar. Sebastian Kurz scheidet als Klubobmann aus dem Parlament aus und hat demnach das Anrecht auf eine Gehaltsfortzahlung für sechs Monate – konkret 75 % seines Letztgehalts. Kurz hatte als ÖVP-Klubobmann im Monat 15.153 Euro, also erhält er dann 11.365 Euro (plus anteiligem Weihnachts- und Urlaubsgeld als siebentes Gehalt). Das bekommt er, wenn er es beantragt, bis er einen neuen Job hat.

Bei Blümel ist die Sache anders. Da er als Minister zurücktritt, hätte er Anrecht auf ein Nationalratsmandat – er war 2019 ­Spitzenkandidat der ÖVP in Wien. Da Blümel dieses Mandat eben bewusst nicht annimmt, verzichtet er de facto auf eine ­Gehaltsfortzahlung – er springt also finanziell ins kalte Wasser.

Kein Anspruch. Auch die scheidenden Minister Heinz Faßmann und Michael Linhart – er amtierte nur 56 Tage – fallen um das Goodie um: Linhart wird in den diplomatischen Dienst zurückkehren. Faßmann geht’s noch besser: Er hat einen Pen­sionsanspruch.



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