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Bwin - Glücksspiel

Böhmdorfer droht Republik mit Amtshaftungsklage

Ex-Justizminister Böhmdorfer will die Republik Österreich verklagen. Die Begründung: Auflagen würden von den Casinos nicht erfüllt.

Nach der Anzeige gegen die Internet-Glücksspielanbieter bwin schließt der Anwalt und ehemalige FPÖ-Justizminister Dieter Böhmdorfer nun auch eine Amtshaftunsgklage gegen die Republik nicht aus. "Es werden Klagen von Spielsüchtigen gegen die Republik Österreich vorbereitet", sagte Böhmdorfer in einem Interview mit der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe). Die Begründung: Die sozialpolitischen Auflagen würden von den Casinos nicht genügend erfüllt.

Sammelklage wird vorbereitet
Laut dem Rechtsanwalt haben sich mehrere spielsüchtige Personen in seiner Kanzlei gemeldet. Böhmdorfer überlegt jetzt, daraus eine Sammelklage zu machen. Bei den Betroffenen handle es sich um spielsüchtige Menschen, die ihr ganzes Vermögen verloren hätten. Der Sinn des Monopols bestehe darin, die Ausnutzung der Spielsucht einzelner Staatsbürger zu verhindern. "Es ist die Aufgabe des Casinos, diese Menschen vor sich selber zu schützen", so Böhmdorfer.

Klage gegen bwin wird geprüft
Vor etwas mehr als einem Monat hatte er im Auftrag des Gewinnspielanbieters Omnia eine Anzeige gegen bwin eingebracht, weil nach Meinung des Klägers die von bwin angebotenen Internet-Glücksspiele in Österreich der Konzessionspflicht unterliegen. bwin hat eine Konzession in Gibraltar erworben. Nach Meinung Böhmdorfers ist diese in Österreich aber nicht gültig. bwin hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Vorwürfe.



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