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Rache-Gelüste

Bucher: "Stronach will mich vernichten"

Der BZÖ-Chef wirft ihm Vernichtungs-Feldzug und Rachegelüste vor.

Frank Stronach gegen BZÖ – jetzt wird’s brutal: Mit Christoph Hagen wechselte schon der vierte (ehemalige) BZÖ-Mandatar vergangene Woche zu Frank Stronach. Weitere Orange sollen dazukommen, um Stronoch vor der Wahl einen Parlamentsklub zu garantieren.

In ÖSTERREICH geht der „abgeräumte“ BZÖ-Chef Josef Bucher in die Offensive. Er wirft Stronach vor, aus purer Rache zu agieren: „Ich war der Erste, den Stronach angesprochen hat. Er bot 500.000 € – und ich habe abgesagt. Das ist auch der Grund, warum diese Überläufer nur Schritt für Schritt bekannt gegeben werden: aus Rache.“ Bucher beschuldigt Stronach, Abgeordnete zu kaufen: „Mir hatte er 500.000 € geboten.“

Im Team Stronach wird das dementiert: Öffentlich bezahlte Mandatare bekämen nichts. Es gebe lediglich Hilfen für Personen ohne Mandat, die für Stronach in die Politik gehen wollen. Allerdings: ÖSTERREICH wurde aus mehreren Parteien, die Ziel von Stronachs Anwerbeversuche waren, anderes berichtet: Da ist von Zahlungen von bis zu 15.000 € pro Monat die Rede, über mehrere Jahre. Stronach selbst kündigt in ÖSTERREICH bereits weitere Wechsel an. Dann winken dem „Team Stronach 1,4 Mio. Klubförderung – und die TV-Auftritte.

Bucher: "Stronach will Rache"

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zu dem neuerlichen BZÖ-Abgang?
Josef Bucher: Zunächst, dass das nichts mit den von Stronach propagierten Werten Wahrheit, Transparenz und Fairness zu tun hat. Herr Hagen hat bis zuletzt geleugnet, wechseln zu wollen. Keiner hatte den Mut, mir etwas davon zu sagen. Und alle vier hätten im BZÖ keine Rolle mehr gehabt.
ÖSTERREICH: Die vier haben also ihr Mandat gerettet? Denken Sie, dass Stronach ihnen auch Geld geboten hat?
Bucher: Das liegt auf der Hand. Ich war der Erste, den Stronach angesprochen hat. Er bot 500.000 € – und ich habe abgesagt. Das ist auch der Grund, warum diese Überläufer nur Schritt für Schritt bekannt gegeben werden: aus Rache. Man will mich so vernichten.
ÖSTERREICH: Glauben Sie an Ihren Einzug ins Parlament?
Bucher: Auf jeden Fall. Der Herr Hagen und die Frau Kaufmann fallen da wirklich nicht ins Gewicht.
ÖSTERREICH: Werden weitere BZÖ-Abgeordnete gehen?
Bucher: Ich gehe derzeit nicht davon aus.

Stronach: "Bucher ist eine nette Person"

ÖSTERREICH: Wollen Sie Josef Bucher tatsächlich vernichten?
Frank Stronach: In einer Demokratie entscheiden die Bürger. Ich habe immer gefunden, dass Josef Bucher eine nette Person ist.
ÖSTERREICH: Es fällt aber auf, dass Sie vor allem im BZÖ-Lager fischen …
Stronach: Ich fische nirgends. Jeder kann zu uns kommen, der sich mit den Werten identifiziert und der mit unserem Grundsatzprogramm einverstanden ist.
ÖSTERREICH: Stimmt es, dass Sie schon Ende Oktober den Klubstatus erreichen wollen?
Stronach: Das wäre schön. Dann müsste der ORF uns zu den Fernsehdiskussionen einladen. Ich glaube, sie würden uns sonst nicht einladen, weil sie Angst haben. (unw)

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