Das Verteidigungsministerium hat am Sonntag seine Modernisierungspläne für das Jahr 2026 bekannt gegeben.
Auf Basis des mehrjährigen Aufbauplans sollen gezielte Beschaffungen in den Bereichen Ausrüstung, Mobilität, Schutz, Führung und Infrastruktur umgesetzt werden, hieß es in einer Aussendung. Der Bogen spannt sich dabei von neuen Tarnanzügen bis zu Helikoptern und Panzern.
Ein wesentlicher Schwerpunkt, so hieß es, liegt auf der Stärkung der logistischen Durchhaltefähigkeit. Beschafft werden insgesamt 855 militärische geländegängige Lastkraftwagen zur Erneuerung der bestehenden Lkw-Flotte. Sie sollen das Rückgrat der militärischen Mobilität bilden und seien entscheidend für Katastrophenhilfe, Einsatzunterstützung und Landesverteidigung.
Ulan und Pandur
Bei den gepanzerten Systemen sind neun modernisierte Ulan-Schützenpanzer, 16 modernisierte Leopard-Kampfpanzer sowie 28 neue Pandur-Radpanzer vorgesehen. Im Bereich der Luftunterstützung steht die Auslieferung der ersten zwölf Mehrzweckhubschrauber AW169M und die Übergabe von zwei weiteren modernisierten S-70 "Black Hawk"-Helikoptern an.
Zur Sicherstellung einer robusten Führungs- und Kommunikationsfähigkeit will das Heer Maßnahmen im Telekommunikationsverbund an militärischen Liegenschaften umsetzen. Neu dazu kommen 2.530 Soldatenfunkgeräte inklusive Headsets. Beschafft und bereitgestellt werden zudem 382 militärische Stromversorgungssysteme zur autarken Energieversorgung von Führungs-, Funk- und Kommunikationssystemen.
Neubau und Sanierungen
Begleitend zu den Beschaffungen werden 2026 auch Infrastrukturprojekte umgesetzt, darunter die Fertigstellung bzw. Baubeginn mehrerer Neuerrichtungen und Sanierungen (Kasernen, Werkstätten, Sportanlagen) etwa in der Gablenz-Kaserne und im Garagenbezirk Strass sowie der Abschluss zentraler Energie-, Versorgungs- und Bahnanschlussprojekte an mehreren Standorten.
"Wenn wir Frieden, Freiheit, Bevölkerung und unsere Neutralität schützen wollen, dann brauchen wir ein verteidigungsfähiges Bundesheer. Bei der Sicherheit unseres Landes gibt es keine Kompromisse", erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) dazu.