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Ortstafel-Streit

BZÖ befürchtet "Ortstafel-Flut über Südkärnten"

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Wenig erfreut ist das Kärntner BZÖ über Äußerungen von Bundespräsident Heinz Fischer zur Ortstafelfrage.

Fischers jüngste Aussage, man werde "nach der Wahl sicher zu vernünftigen Lösungen" kommen, rief am Dienstag den stellvertretenden Landeshauptmann Martin Strutz (BZÖ) auf den Plan. Der Bundespräsident habe klar gemacht, dass "mit Rot und Schwarz eine Ortstafelflut über Südkärnten hereinbricht".

Haider-Vorschlag "nicht seriös"
Fischer meinte in einer Tageszeitung, eine Lösung nach der Wahl bedeute, dass die im Staatsvertrag versprochenen Rechte der slowenischen Minderheit, zu denen auch zweisprachige Ortstafeln gehörten, realisiert würden. Das Vorhaben von Landeshauptmann Jörg Haider, alle zweisprachigen Ortstafeln durch einsprachige mit kleinen slowenischen Zusatzschildchen zu ersetzen, bezeichnete das Staatsoberhaupt als "keinen seriösen Vorschlag" .

"Wir Kärntner lassen uns nicht drohen"
Strutz stellte dazu fest, dass Fischer mit seiner Forderung nach mehr zweisprachigen Ortstafeln erstmals die Karten offen auf den Tisch gelegt habe. "Wir Kärntner lassen uns vom Bundespräsidenten aber nicht drohen ", betonte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Strutz: "Mit Landeshauptmann Jörg Haider und dem BZÖ gibt es kein Abrücken von der einstimmig in der Kärntner Landesregierung beschlossenen Anbringung von kleinen Zusatzschildchen, die eine staatsvertragskonforme Lösung der Kärntner Ortstafelfrage bedeutet."

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