Bures Plakat Wahl SPÖ

Politik-Insider

SPÖ mit Bures im Kampf um Wien

Wie die Roten ein respektables Ergebnis bei der Nationalratswahl erreichen wollen.

In der SPÖ freut man sich, dass Pamela Rendi-Wagner in der Ö1-Elefantenrunde am Dienstag im Radiokulturhaus in Wien „witzig, schlagkräftig und inhaltlich stark weggekommen“ sei. Tatsächlich erhielt die SPÖ-Spitzenkandidatin dort auch viel Applaus. Das könnte freilich auch am urbanen Publikum liegen. Das wissen auch die roten Strategen, die sich daher immer stärker auf Wien fokussieren. In den übrigen acht Bundesländern (siehe rechts) scheint vor allem VP-Chef Sebastian Kurz einen Homerun hinzulegen.

In der Bundeshauptstadt – hier schaute es im Juni nach dem Platzen von Türkis-Blau und der EU-Wahl kurzfristig aus, als könne die VP selbst im roten Wien Erste werden – habe sich das Bild wieder gedreht, berichten SP-Experten über interne Umfragedaten. Auch in der Research-Affairs-Umfrage für ÖSTERREICH liegt die SPÖ in Wien in der Sonntagsfrage für die Nationalratswahl auf Platz eins – allerdings nur noch in Wien.

350 Großplakate mit 
Bures für Wien geplant

Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig haut sich denn auch besonders in den Nationalratswahlkampf. Er will den Absturz der Bundes-SPÖ verhindern und setzt auf Frauenpower. Neben Pamela Rendi-Wagner gab es bereits in einer ersten Welle 1.000 Dreiecksständer auf denen auf die gebürtige Liesingerin und Nationalratspräsidentin zu sehen war.

Ab dem 16. September wird es nun erstmals auch 24-Bogen-Plakate mit Bures geben. 350 Großplakate – das Sujet liegt ÖSTERREICH vorab vor – werden in der ganzen Stadt affichiert. Das Kalkül von Ludwig ist klar: Rendi-Wagner soll vor allem grün-affine Wähler halten und auch das Match gegen die Neos in Wien klar für sich entscheiden. Doris Bures – Ex-Bundesgeschäftsführerin und einstige rote Ministerin – ist in der SPÖ-Basis stark verankert und soll ein klares Angebot an rote Kernschichten sein.

Für die Wiener SPÖ ist ein gutes Nationalratsergebnis freilich wichtig. 2020 steht schließlich mit der Wiener Landtagswahl dann die „Mutter aller Wahlschlachten“ an.



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