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VP-Hacker-Affäre: Neue Spur führt zu "Politkreisen in Österreich"

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In der ÖVP hofft man, den Fall – besser gesagt die Auftraggeber – noch vor der Nationalratswahl aufdecken zu können.

Angriff. Eine „neue Spur führt zu Politkreisen in Österreich“, sagt ein in die Ermittlungen Eingeweihter. Es geht um den von der ÖVP angezeigten „Hacker-Angriff“ auf VP-Server. 1.300 GB an Daten – die in der Ablage gespeichert waren und bis in die 1990er-Jahre zurückreichen – seien „gestohlen worden“, zeigte bekanntlich VP-Chef Sebastian Kurz an.

In der ÖVP hofft man, den Fall – besser gesagt die Auftraggeber – noch vor der Nationalratswahl aufdecken zu können.

Ein leichtes Unterfangen ist das freilich nicht. Die Cyber-Spezialisten des Bundeskriminalamtes suchen zwar täglich in der VP-Zentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse nach Spuren und auch Europol ist eingeschaltet, aber es geht darum, tatsächliche Beweise zu finden, wer „hinter dem Angriff“ stecke.

Nur zwei mit Zugang. Wie berichtet, wurden neben allen Buchhaltungen der VP auch Spendenlisten und sämtliche Verträge von VP-Angestellten und Beratern abgeschöpft. Nur zwei Personen in der ÖVP hätten Zugang zu Teilen dieser Daten gehabt. Allerdings wurde bereits nachgewiesen, dass die Daten – verschlüsselt – in mehreren Tranchen auf einen Server in Frankreich transferiert wurden. Und mittlerweile wurden bereits neue Indizien gefunden, zu wem die Dateien nach Österreich rückgeführt wurden. Die Analyse sei im Gang und „könnte Sprengstoff für den Wahlkampf bedeuten“, behauptet ein Insider.

Isabelle Daniel

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