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Irre Fehler

Daten-Panne um Seite für Massentest-Anmeldung

Auf der Seite "österreich-testet.at" konnte man sich seit Mittwoch 0 Uhr für die Screenings anmelden. Doch am Nachmittag war die Seite schon wieder offline.

Seit Mittwoch, 0 Uhr, konnte man sich für die Massentests in Österreich auf der Seite "oesterreich-testet.at" online anmelden. Doch wer am Nachmittag einen Termin buchen wollte, der blickte auf eine fast leere Seite. Erst Stunden später, um etwa 19.50 Uhr meldete "A1 World Direct", dass die Seite wieder online sei. 

"Wartungsarbeiten"

Am Nachmittag war auf der Seite zu lesen: "Aktuell werden Wartungsarbeiten durchgeführt. Die Seite ist in Kürze wieder erreichbar. Bisherige Anmeldungen bleiben aufrecht. Danke für Ihr Verständnis!", stand dort.

So sieht die Seite derzeit aus: 

© oe24

Hacker-Attacke auf Seite

Wie oe24 erfuhr, wurde die Online-Seite aufgrund eines "Databreach" vorübergehend offline genommen. Aus dem Gesundheitsministerium, das für die Seite verantwortlich ist, heißt es dazu, dass es sich möglicherweise um eine Hacker-Attacke handeln könnte. Die Seite musste wegen "akuter Gefahr" offline genommen werden. Anscheinend hätte die Gefahr bestanden, dass Hacker andernfalls die Daten absaugen können. 

Bereits unter Tags hatte die Seite immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Zwischen 10 und 11 Uhr war oesterreich-testet.at teilweise gar nicht zu erreichen. Das Gesundheitsministerium erklärte auch diesen Ausfall mit DDos-Attacke von Hackern. Dabei werden die Server mit einer Vielzahl an Zugriffen überlastet. 

Wann die Seite wieder online geht, konnte man im Gesundheitsministerium vorerst nicht beantworten. Unklar ist auch, was das für die Massentests bedeutet, da man sich ja nun online nicht für diese anmelden kann. 

Kärntner bekommen Wiener Daten

Kärntner Pädagogen haben Testtermine und Daten von fremden Personen in Wien bekommen, schreibt Andreas Schäfermeier, Pressesprecher von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) auf Twitter. "Wenn bis morgen keine Besserung herrscht, wird Kärnten auf vorbereitetes analoges Anmeldesystem umstellen", kündigte er ab. An den IT-Anmeldesystem des Bundes nehmen sieben von neun Bundesländer teil. Vorarlberg und Tirol haben eigene Systeme.

Das sagt "A1 World Direct"

Grund für die Probleme war laut der vom Gesundheitsministerium beauftragten A1-Tochter World Direct, dass vergessen worden war, Testdaten zu löschen. Das Unternehmen sagt, dass es "keine Gefahr eines Datenlecks oder auch keinen Hacker-Angriff gegeben" habe. Die Plattform sei unter großem Zeitdruck erstellt worden. Dennoch sei sie natürlich auf Sicherheit getestet worden - mit Testdaten. Und im Zeitdruck sei dann offensichtlich vergessen worden, die Test-Konfiguration zurückzustellen.
 
Abgesehen vom Datenleck-Problem ist das Anmeldesystem auch nicht auf die für Menschen ohne Internet angekündigten telefonischen Anmeldungen ausgelegt. Eine Anmeldung per Telefon ist schlicht und ergreifend nicht möglich, weil die Termin-Vereinbarung nur per Link funktioniert.
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