Erstmals klare Mehrheit für Wehrpflicht

ÖSTERREICH-Umfrage

Erstmals klare Mehrheit für Wehrpflicht

Schon 58 % für Beibehaltung der Wehrpflicht, nur noch 42 % für Berufsheer.

Damit hat keiner gerechnet: In der letzten Woche hat sich in der öffentlichen Meinung ein Erdrutsch für die "alte" Wehrpflicht ergeben.

Ursprünglich waren die Befürworter einer freiwilligen Berufsarmee klar in der Mehrheit, dann lagen Wehrpflicht und Berufsheer wochenlang Kopf an Kopf.

Jetzt freilich ergibt sich in der Gallup-Umfrage (400 tel. Int., 18. Okt.) ein klarer Trend für die Wehrpflicht.

Erstmals sprechen sich klare 58 %der Österreicher für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus, nur noch 42 %sind für ein Berufsheer.

Besonders deutlich ist die Mehrheit für die Wehrpflicht bei den Männern, bei den Pensionisten (65:35 %) und im Westen (68:32 %).

Nur bei den Jungen unter 30 Jahren ist das Rennen mit 51 %pro Wehrpflicht und 49 %pro Berufsheer noch offen. Darabos und der SPÖ droht ein Debakel.

Im Internet gibt es kaum Zuspruch zur Kampagne Im virtuellen Wahlkampf

im Internet liegt die SPÖ noch voran. Auf Facebook hat die Initiative für ein Berufsheer immerhin 1.191 Anhänger, die ÖVP-Kampagne für die Wehrpflicht kommt dagegen erst auf mickrige 635 Befürworter.

Auf der Web-Homepage verzeichnet die rote Berufsheer-Offensive 130 Unterstützer, die Wehrpflicht-Kampagne gerade 215 Fans.

Schon die schwache Internet-Zustimmung zeigt: Beiden Initiativen fehlt derzeit die Dynamik.

Die schwarze Pro-Wehrpflicht-Initiative, die von Raiffeisen finanziert wird, hat bisher nur Karl Schranz und Dom-Pfarrer Toni Faber als halbwegs prominente Fans gewonnen.

Bei den Roten ist Austria-Reservist Roland Linz neben Wolfgang Ambros weiterhin der prominenteste Berufsheer-Befürworter.
 

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