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ÖSTERREICH

Ex-SP-Minister Androsch gegen neue Steuer

Gegen eine neue Steuer spricht sich Ex-SP-Minister Hannes Androch aus. Die Vermögenszuwachssteuer bezeichnet er als "Ironie".

ÖSTERREICH: Was halten Sie von einer Vermögenszuwachssteuer?

H. Androsch: Damit kann man noch nichts anfangen. Bei Aktien gibt es das ja schon. Es ist eine Inflationsbesteuerung, weil die Werte auch wegen der Geldentwertung steigen. Und in einer Zeit sinkender Aktienkurse entbehrt so eine Steuer nicht einer gewissen Ironie. Was ist mit Vermögensverlusten? Sind die dann abzugsfähig?

ÖSTERREICH: Das hat Finanzminister Molterer so angedacht.

Androsch: Ich erinnere, dass es wegen so einer Steuer in Kalifornien eine Steuerrevolte gegeben hat. Diese Auswirkungen sollte man sich vorher überlegen: So wie man in einen Pool springt, ob ausreichend Wasser drinnen ist – und nicht erst nachher.

ÖSTERREICH: Aber was spricht gegen eine solche Steuer?

Androsch: Wir sind eines der höchstbesteuerten Länder. Mit noch und noch mehr Steuerbelastung wird man den Standort nicht fördern. Es gibt ja schon so eine Steuer: Einkommenssteuer bis 50 Prozent auf Aktiengewinne. Das Rad braucht man nicht neu erfinden.

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