Faymann gegen Dreier-Koaliton im Bund

ÖSTERREICH-Interview

Faymann gegen Dreier-Koaliton im Bund

Kanzler wünscht sich zeitgemäßere Formen der TV-Wahl-Konfrontationen.

Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) spricht sich Bundeskanzler Werner Faymann gegen Dreier-Koalitionen im Bund aus. Ein Modell wie in Salzburg sei eine Länderentscheidung. Faymann: "Ich respektiere den Föderalismus, aber ich möchte nicht von Herrn Stronach in einer Koalition abhängen. Ich strebe eine Koalition aus zwei Parteien an. Eine Dreier-Koalition - ob nun mit Stronach oder den Grünen - würde Regieren und schnelle Entscheidungen schwieriger machen. Daher spiele ich auch nicht mit solchen Ideen."

Zarte Kritik übt der Kanzler - wie schon SP-Geschäftsführer Norbert Darbos - an den TV-Konfrontationen zur Wahl im ORF. Natürlich werde er sich den TV-Duellen im ORF stellen, aber, so Faymann: "Darabos hatte zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass es zeitgemäßer wäre, auch andere Formen, wie etwa das Bürgerforum, in die Wahlkonfrontationen im ORF miteinzubeziehen. Deutschland oder die USA sind da längst mit der Zeit gegangen und beziehen das Publikum mit ein. Bei uns scheint da die Zeit stehen geblieben zu sein."

Zu innovativ sollte es für den Kanzler aber nicht zugehen. Das Format einer Koch-Show à la Puls 4 leht der Kanzler ab. Faymann: "Ich werde auch bei den Privaten mitmachen. Aber nur, wenn es sich um seriöse Politiksendungen handelt. Beim Kochen und anderen Clownerien mache ich nicht mit. Seriöse Politiker machen nicht bei jedem Schabernack mit."
 

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