Fischer und Strache stürzen ab

Sonntagsfrage

Fischer und Strache stürzen ab

Staatssekretär Kurz liegt im Polit-Barometer mittlerweile haushoch in Führung.

Er ist die große Überraschung dieser Regierung – und mittlerweile ihre einzige Lichtgestalt: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz gewinnt das ÖSTERREICH-Polit­barometer klar. Bei der Frage, welcher Politiker den Österreichern positiv oder negativ aufgefallen ist, liegt Kurz mit 30 Prozent (Saldo aus beiden Werten) haushoch vor Bundesprä­sident Heinz Fischer (elf Prozent), der gleich zwölf Punkte verloren hat.

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Direkte Demokratie
Kurz hatte in den letzten Tagen vor allem mit seinen Vorstößen in Richtung direkte Demokratie gepunktet, Fischer hatte die Gegenposition eingenommen – das Resultat ist überzeugend. Viele in der Partei sehen in Kurz bereits die ideale ­Parteiobmann-Reserve – ein Grund, warum sein rasanter Aufstieg nicht nur mit Begeisterung wahrgenommen wird. Nach Kurz am besten halten sich (mit ­Respektabstand) Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Einen weiteren Absturz gibt es im Politbarometer: Das Regierungsteam hat ein neues Schlusslicht: Bildungsministerin Claudia Schmied hat nach dem Desaster um die Zentralmatura ihren Parteikollegen, Verteidigungsminister Norbert Darabos, als Letzte im Ranking abgelöst. Schmied fiel um 14 Punkte auf minus 25 Prozent.

Parteichef-Barometer

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Sensation 2: Strache-Minus wegen Graf

Die Affäre Graf wirkt sich verheerend für die FPÖ aus. Lagen die Freiheitlichen vor einem Monat noch auf Platz eins und Kopf an Kopf mit der SPÖ, rutschen sie nun kontinuierlich ab und liegen nur mehr knapp vor der ÖVP.

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Bei der Sonntagsfrage (Wen wählen die Österreicher, wenn am Sonntag Nationalratswahl wäre?) verlor die FPÖ in den vergangenen zwei Wochen zwei Prozent und käme nur mehr auf 24 Prozent. Sie liegt damit schon vier Prozent hinter der SPÖ.

Die Grünen liegen weiter bei 14 Prozent, das BZÖ kommt von seinen drei Prozent nicht mehr weg und die Piratenpartei könnte momentan mit sechs Prozent der Stimmen rechnen.

Die Österreicher nehmen es offensichtlich auch FP-Parteichef Heinz-Christian Strache übel, dass dieser ein Machtwort gegenüber Graf vermissen lässt. Beim Polit-Barometer (siehe oben) verliert er zehn Prozent.

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