Protest vor Parlament

Flashmob: Künstler stellen sich tot

Die Künstler und Künstlerinnen protestieren gegen Kürzungen im Kulturbereich.

Spektakulärer Flashmob in Wien: Unter dem Motto "Gegen Raubzug an den Mitteln des Künstler-Sozialversicherungsfonds" stellten sich Dutzende Künstlertot.

Doch der Protest der  Künstlerinnen und Künstlern vor Beginn des Kulturausschusses im Parlament war vorerst vergeblich: Ein Initiativantrag für eine Novelle des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes (K-SVFG) wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien und des BZÖ angenommen.

 Neben der von den Künstlern begrüßten Abschaffung der Pensionsklausel, die in getrennter Abstimmung auch die Zustimmung der Grünen erhielt, enthält die Novelle auch eine auf fünf Jahre befristete Reduktion der Abgaben der Betreiber von Kabelrundfunkanlagen und Satellitenreceivern, aus denen der Fonds seine Mittel bezieht. "Ich bin fassungslos, dass notwendige Maßnahmen der sozialen Absicherung durch den freiwilligen Verzicht auf Mittel verhindert werden", so der Grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl.

  Während die IG Freie Theaterarbeit in einer Aussendung noch darauf hofft, "dass die Abgeordneten im Nationalrat vor dem endgültigen Beschluss (in einer der Nationalratssitzungen die vom 4.-6. Juli stattfinden) eine künstlerfreundlichere Haltung einnehmen und der Reduktion der Einnahmen des KSVF nicht zustimmen", ist für Zinggl die Sache mit dem heutigen Ausschuss-Beschluss "gelaufen".
 



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