FPÖ plant Eklat bei Gül-Besuch

ÖSTERREICH

FPÖ plant Eklat bei Gül-Besuch

Vilimsky soll dem türkischen Präsidenten ein Protestschreiben überreichen.

Abdullah Gül war früher türkischer Außenminister – doch so etwas wird dem geschliffenen Diplomaten mit besten Englischkenntnissen noch nicht passiert sein: Die FPÖ rund um Parteichef Heinz-Christian Strache will den Besuch Güls in Wien zu einer Protestveranstaltung gegen den türkischen Botschafter Kadri Ecvet Tezcan umfunktionieren.

Protestbrief
Beim Besuch Güls bei Parlamentspräsidentin Barbara Prammer soll ihm FP-General Harald Vilimsky ein Protestschreiben überreichen, in dem die Abberufung Tezcans aus Wien gefordert wird, kündigt Strache im ÖSTERREICH-Interview (links) an. Und nicht nur das: Strache und Co. werden auch dem offiziellen Staatsbankett Montagabend in der Hofburg fernbleiben – aus Protest gegen Tezcan, in ÖSTERREICH spricht Strache von „Boykott“.

Fehlbesetzung
Wie berichtet, hatte Tezcan im Herbst heftige Kritik an der österreichischen Integrationspolitik geübt. Der Diplomat bezeichnete zudem die damalige Innenministerin Maria Fekter als Fehlbesetzung und warf den Österreichern vor, sie seien nur im Urlaub an anderen Kulturen interessiert – für Strache ist das „nicht akzeptabel“.

Gül bleibt zwei Tage in Österreich, er wird nicht nur von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen – sondern auch Kanzler Werner Faymann treffen. Geplant ist auch ein Besuch im Wiener Rathaus bei Bürgermeister Michael Häupl.
 

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