Gemeinderatswahlen 2015

NÖ: Pröll zertrümmert die SPÖ

570 Gemeinden wählten: Polit-Beben in Wiener Neustadt und Schwechat.

Mehr als eine Million Wähler haben bei der Gemeinderatswahl in Niederösterreich entschieden – und einen ersten Stimmungstest für das Superwahljahr 2015 abgeliefert Die ÖVP von Erwin Pröll konnte bei der Gemeinderatswahl am Sonntag ihre 51 %-Mehrheit halten – was der Landeshauptmann auch als großen Erfolg feiert. Nur in Klosterneuburg müssen die Schwarzen eine Schlappe hinnehmen.

Video: Pröll zertrümmert die SPÖ

 

SPÖ verliert in mehreren größeren Städten
Erwischt hat es diesmal die SPÖ – sie muss landesweit 2,8 Prozentpunkte abgeben. Die ÖVP hatte die Roten im Wahlkampf vorgeführt.

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Grafik: Die ÖVP konnte diesmal ein leichtes Plus verzeichnen - nicht zuletzt durch eine Korrektur der Wahlergebnisse von 2010 durch die Wahlbehörde am Sonntag.

Wiener Neustadt – die zweitgrößte Stadt des Landes – war erklärter Hauptkampfplatz der VP-Offensive gegen die Roten. Hier verliert die SPÖ sogar die Absolute, büßt mehr als 8 % ein. Bürgermeister Bernhard Müller tritt noch am Wahlabend zurück.

In Gänserndorf geht gleich der erste Platz verloren (an die ÖVP).

Und in Schwechat muss der rote Bürgermeister unfassbare 24 % abgeben!

Nur in Traiskirchen kann SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler mit seinem Kampf gegen das Asyllager 73 % erreichen.

Insgesamt verliert die SPÖ 283 Gemeinderatssitze, die ÖVP gewinnt 74 dazu.

FPÖ und Grüne legen in den Gemeinden leicht zu
Zulegen können FPÖ (+1,85 %) und Grüne (+1 %). Die Neos schaffen nur 0,9 % – und immerhin 36 Gemeindevertreter.

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Grafik: Mit 6.746 Mandaten hält die ÖVP in Niederösterreich weiterhin die Absolute.

HOTSPOT 1: Wiener Neustadt
ÖVP-Chef Erwin Pröll wollte die SPÖ-Absolute in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs brechen – und er hat es geschafft. Die SPÖ verliert die absolute Mehrheit an Mandaten, Prölls Vertrauter Klaus Schneeberger triumphiert. Die SPÖ muss jetzt einen neuen Parteichef suchen.

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NÖ: Pröll zertrümmert die SPÖ
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Ergebnis Wiener Neustadt

HOTSPOT 2: Traiskirchen

Die Stadt Traiskirchen im Bezirk Baden war in den vergangenen Jahren Zentrum der Asyldebatte durch das Flüchtlings-Erstaufnahmezentrum geworden. Für sein Engagement dabei dürfte Stadtchef Andreas Babler von den Bürgern belohnt worden sein – seine SPÖ wuchs um 4,2 Prozent auf 73,1 Prozent.

HOTSPOT 3: Amstetten
Schmerzhafte Verluste gibt es für die Sozialdemokraten in der Mostviertel-Stadt Amstetten. Um 10,8 Prozentpunkte sackt die SPÖ dort ab, verliert die absolute Mehrheit und kommt auf 46,5 Prozent. Am stärksten profitieren kann die FPÖ – die Blauen legen 4,5 Prozent auf 16,9 Prozent zu.

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NÖ: Pröll zertrümmert die SPÖ
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Ergebnis Amstetten

HOTSPOT 4: Klosterneuburg
Schwerer Schlag für den jungen ÖVP-Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager in Klosterneuburg: Seine ÖVP verlor knapp acht Prozentpunkte und hat jetzt nur noch 47,5 %. Damit erreicht die ÖVP nur noch 20 der insgesamt 40 Mandate im Gemeinderat – ein Paukenschlag in der größten Wiener Umlandgemeinde.

HOTSPOT 5: Schwechat
Ein schwarzer Wahlsonntag für Bürgermeister Gerhard Frauenberger (SPÖ). Er verliert mit seiner Partei gleich um 23,48 Prozentpunkte (!), kommt auf nur mehr 34,88 %. Damit verliert die SPÖ auch die Absolute im Schwechater Stadtparlament. Auf Platz zwei kommt die FPÖ mit rund 24 Prozent, dahinter die starken Grünen und weit abgeschlagen die ÖVP.

HOTSPOT 6: Mödling
Die 20.495-Seelen-Stadt im Süden Wiens hat am Sonntag eine neue starke Kraft bekommen – während der erste Platz trotz Verlusten klar an die ÖVP geht, kann ihr „Koalitionspartner“, die Grünen, den zweiten Platz noch vor der SPÖ erringen.

HOTSPOT 7: Waidhofen/Thaya
Damit hat FPNÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl trotz aller Zuversicht nicht gerechnet. Beim ersten Wahl-Antritt in seiner Heimatgemeinde Waidhofen/Thaya verschaffte er den Blauen 23,7 Prozent – ein Plus von 15,88 Prozent. Statt der bisher zwei Mandate kommt die FPÖ auf sieben. Freuen dürfen sich auch die Grünen über ein Plus von 10,27 Prozent und vier Mandaten statt bisher einem.

HOTSPOT 8: Gmünd
„Wir haben unser Wahlziel erreicht und die absolute Mehrheit der SPÖ gebrochen“, freut sich Vizebürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP). Mit 42,92 Prozent (+2,31 Prozent) konnten die Schwarzen der SPÖ einen Sitz im Gemeinderat wegschnappen. Das heißt: Statt bisher 12 belegt die ÖVP nun 13 Mandate. Nichtsdestotrotz bleibt Gmünd rot, zumindest vorerst. Denn die SPÖ, mit dem erst 29-jährigen Stadtchef Andreas Beer, erreichte 45,7 Prozent und 14 Mandate.

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NÖ: Pröll zertrümmert die SPÖ
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Ergebnis Gmünd

HOTSPOT 9: Großhofen
In Großhofen, der kleinsten Gemeinde von NÖ (88 Wahlberechtigte), galten 64 der 82 abgegeben Stimmen der ÖVP. Sie erreichte somit einen Anstieg von 73,91 auf 78,05 Prozent und zehn Mandate. Die restlichen drei Plätze im Gemeinderat sicherte sich die „Liste Großhofen“ mit 21,95 Prozent. Die SPÖ, die seit der Wahl 2010 drei Mandate inne hatte, trat dieses Mal nicht an. Und Großhofens Wähler sind keineswegs wahlmüde: Die Wahlbeteiligung lag bei 93,18 Prozent.

HOTSPOT 10: Wieselburg
Wieselburg ist seit dem Wahlsonntag noch stärker rot gefärbt. Die beiden SPÖ-Urgesteine Sepp Leitner (Ex-Landesvize) und der ehemalige Klubobmann und jetzige Bürgermeister Günther Leichtfried konnten sich mit ihrem Team stolze 62,46 Prozent und 15 Mandate holen – eines mehr als bislang. Die ÖVP (24,42 Prozent) musste ein Mandat einbüßen und belegt nun sechs Sitze im Gemeinderat.

Pröll: "Ein
 Erdrutsch 
für uns"

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie das Wahlergebnis?
Erwin Pröll: Sie werden verstehen, dass ich sehr glücklich bin. Ein Wahlergebnis über 50 % ist europaweit eine Seltenheit. Dass wir nach der Landtagswahl wieder ein Ergebnis über 50 % erreicht haben, das ist schon eine exzellente Leistung – in erster Linie natürlich der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.

ÖSTERREICH: Sie haben in Wr. Neustadt die SPÖ-Absolute gebrochen. Warum ist das gelungen?
Pröll: Nicht nur dort. Es ist uns auch in Korneuburg, Gänserndorf oder Neunkirchen – alles ehemalige SPÖ-Hochburgen – gelungen, einen Erdrutsch herbeizuführen. Ich freue mich sehr darüber, auch für Klaus Schneeberger, der in Wr. Neustadt die SPÖ-Absolute gebrochen hat. Jemand, der handfeste Arbeit leistet, der vom Abend nach der Wahl bis zum Tag vor der Wahl arbeitet, der bekommt eben das Vertrauen der Bürger ausgesprochen.

Video: Pröll bei der Stimmabgabe: "Bin siegessicher"

 

Wir berichteten LIVE vom großen Wahlsonntag in Niederösterreich:



 21:18

Verwirrung bei Wahlbehörde

Die niederösterreichische Wahlbehörde hat nachträglich das Vergleichsergebnis für 2010 korrigiert. Die Stimmen- und Mandatsanzahl der ÖVP 2010 wurde nach unten, die von sonstigen Listen nach oben korrigiert - sodass nun für die ÖVP bei der heurigen Wahl ein leichtes Plus im Stimmenanteil ausgewiesen wird. Damit ergibt sich folgendes vorläufiges Endergebnis:

ÖVP 50,96 % (+0,12 %)

SPÖ 30,94 % (-2,79 %)

FPÖ 7,80 % (+1,85 %)

Grüne 4,47 % (+1,05 %)

NEOS 0,89 % (n.k.)

Sonstige 4,94 % (-1,11 %)

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 21:08

Vorläufiges Endergebnis

Insgesamt kam die ÖVP laut dem vorläufigen Ergebnis in 570 Gemeinden auf 50,96 Prozent und 6.746 Mandate (plus 51). Die SPÖ hält nun bei 30,94 Prozent. Damit gingen 263 Mandate - aktuell nun 3.464 - verloren. Die Freiheitlichen schlossen den Wahltag mit 7,8 Prozent ab. Mit 201 neuen Mandataren stellen sie jetzt 678 Gemeinderäte. Die Grünen bilanzierten mit 4,47 Prozent. 307 Gemeinderäte sind 97 mehr als bisher. Die NEOS erzielten 0,89 Prozent und die erwähnten 36 Mandate.

4,94 Prozent oder 494 Sitze (minus 0,89 Prozentpunkte oder 66 Mandate) entfielen auf sonstige Listen.

 20:50

Schlusslicht Groß Enzersdorf

Groß Enzersdorf hat die "Ehre des letzten Resultats" an diesem NÖ Wahlsonntag:

Hier holte die SPÖ 41,85 Prozent der Stimmen (-5,68%), die ÖVP 33,91% (+0,17%), die FPÖ 11,21% (+3,02%), die Grünen 9,77% (-0,78%) und die NEOS 2,14%.

 20:46

Gesamtergebnis

Das vorläufige Gesamtergebnis inklusive Briefwahl und sonstigen Wahlkarten steht fest:

ÖVP 50,96%

SPÖ 30,94%

FPÖ 7,80%

Grüne 4,47%

NEOS 0,89%

Sonstige 4,94%

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 20:30

Bundesparteien sind zufrieden

Auf Bundesebene zeigen sich die im Parlament vertretenen Parteien zufrieden mit dem Ausgang der Gemeinderatswahl in Niederösterreich. Jede Partei konnte dem Urnengang positive Aspekte abgewinnen. In der Einschätzung der Tragweite der Resultate über die kommunale Ebene hinaus waren die Meinungen indes geteilt:

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos etwa betonte, dass sich "kein bundesweiter Trend ablesen" lasse. Euphorischer klangen Darabos' ÖVP-Gegenüber Gernot Blümel und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner. Sie gratulierten der Volkspartei Niederösterreich in separaten Aussendungen einhellig zum "eindrucksvollen Wahlerfolg".

 20:15

Klosterneuburg: ÖVP verliert Absolute

Herbe Schlappe für die ÖVP in Klosterneuburg: Die Partei des amtierenden Bürgermeisters Stefan Schmuckenschlager verlor beinahe 8 Prozent und erreicht somit nur noch 47,5 Prozent der Stimmen. Damit fehlt der ÖVP auch im Gemeinderat ein Mandat zur absoluten Mehrheit. Die SPÖ (12,98 % | -2,11 %) musste unterdessen ihren Zweitplatzierung an die Grünen (13,78 % | +2,16 %) abgeben.

 20:12

Glawischnig gratuliert NÖ Grünen

"Der Kurs des nachhaltigen Wachstums der Grünen setzt sich auch bei den Gemeinderatswahlen im Flächenbundesland Niederösterreich fort. Die Regierungsarbeit hat sich bezahlt gemacht, der Trend in Richtung grünes Gestalten setzt sich fort. Ich gratuliere den niederösterreichischen Grünen zu diesem Erfolg. Der Kampf für Umweltschutz, für Radewege und Lebensqualität hat sich gelohnt, aber auch für Transparenz und Kontrolle", betonte Eva Glawischnig, Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen, in einer Aussendung.

 19:45

Freude bei NEOS groß

NEOS können bei ihrem erstmaligen Antreten in Niederösterreich einen "beachtlichen Erfolg" erzielen. Und: "Mit engagierten Bürger_innen an der Spitze werden sie jetzt Fragen stellen und die Altparteien auf Trab halten", heißt es in einer Aussendung.

"Wahlkampf in Niederösterreich ist kein Sonntagsspaziergang. Wir haben es geschafft und pinke Wurzeln geschlagen. NEOS ist in Niederösterreich angekommen", freut sich NEOS Landessprecher Niki Scherak in einer ersten Reaktion.

 19:17

Zweites Polit-Beben in Schwechat

Schwechat: Hier verliert die SPÖ gleich 23,48 Prozent (berichtet der ORF) und kommt auf 34,88 Prozent der Stimmen. Die SPÖ erreicht 13,96 Prozent, die FPÖ 24,57 Prozent, Grüne 20,64 Prozent und Neos 5,95 Prozent:

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 19:16

Wiener Neustadt: Bürgermeister Müller tritt zurück

Wiener Neustadt: Nach dem Verlust der Mandatsmehrheit in Wiener Neustadt hat SPÖ-Bürgermeister Müller seinen Rücktritt eingereicht.

 19:10

Strache gratuliert seiner Partei in NÖ

"Ich gratuliere den Niederösterreichischen Parteifreunden zu ihrem schönen Wahlerfolg und bedanke mich bei allen unseren Funktionären und Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz im Wahlkampf", sagte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in einer ersten Reaktion auf die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich. Ebenso müsse der auch bei kommunalen Wahlgängen immer größer werdenden freiheitlichen Wählerschaft gedankt werden, die sich nicht mehr alles von den beiden Proporzparteien ÖVP und SPÖ gefallen ließe. "Nur wer seine Stimme abgibt kann auch mitentscheiden", so Strache.

 19:07

"Breninger-Effekt" in Baden

Baden: In Baden hat es bei der Gemeinderatswahl am Sonntag doch einen "Breininger-Effekt" gegeben. "Wir Badener - Bürgerliste Jowi Trenner", als deren Spitzenkandidat der frühere ÖVP-Bürgermeister (1988-2007) August Breininger sein Polit-Comeback gegeben hatte, erreichte zehn der 41 Sitze im Rathaus. Volkspartei und Grüne, die seit fünf Jahren gemeinsam regieren, verloren ihre Mehrheit.

Mit 23,26 Prozent wurden "Wir Badener" am Sonntag zweitstärkste Kraft in der Kurstadt. Für die ÖVP bedeutete ein Minus von 4,62 Prozentpunkten auch den Verlust von drei Mandaten. Die Volkspartei ist zwar weiterhin stärkste Kraft, hält aber nur mehr 15 (bisher 18) Sitze. Die Mehrheit mit den Grünen, die ihre fünf Mandate verteidigten, ist dahin. Drittstärkste Kraft ist die SPÖ mit acht (zuvor neun) Gemeinderäten. Die FPÖ blieb bei zwei Mandaten, ein Sitz ging an die NEOS.

Apropos Breininger: Seine Mitgliedschaft in der ÖVP ist laut Statut "durch Beitritt zu einer anderen Wahlpartei" ruhend gestellt

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 18:53

Traiskirchen: Das Wahlergebnis

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 18:49

Klosterneuburg: Ergebnis ist da:

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 18:46

Erstes Statement von Landeshauptmann Pröll:

Jetzt spricht Pröll: Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat sich am Sonntagabend in einem "Zwischenstatement" vor Auszählung aller Gemeinden "sehr sehr zufrieden" mit dem Abschneiden der ÖVP bei den Gemeinderatswahlen gezeigt. In Zeiten wie diesen seien Ergebnisse um die 50 Prozent "keine Selbstverständlichkeit".

In den Kommunen habe seine Partei das Niveau von 2010 - dem besten Resultat in den vergangenen 25 Jahren - gehalten. "Da und dort" sei man besser, woanders etwas schlechter, sagte der Landesparteiobmann. Aber vor allem im städtischen Raum habe man zulegen können, sprach Pröll von einem Signal, dass die ÖVP auch in Ballungszentren und Städten reüssieren könne. Es sei gelungen, in früheren SPÖ-Hochburgen deren "Absolute" zu brechen und Chancen auf ÖVP-Bürgermeister zu haben. In den kommenden Wochen würden diverse Gespräche geführt werden, zeigte sich der Landeshauptmann zuversichtlich, dass am Ende mehr Bürgermeister für die ÖVP herausschauen werden.

 18:41

Der Trend bisher zusammengefasst

FPÖ und Grüne im Plus, die ÖVP mit einem leichten, die SPÖ mit einem deutlicheren Minus: Dieser Trend bei den NÖ Kommunalwahlen zeigte sich am Sonntag nach der Auszählung von 524 der 570 Gemeinden. Das entsprach 81,7 Prozent der Stimmen.

Vor dem Ergebnis der Freiheitlichen stand zu diesem Zeitpunkt ein Plus von 1,8 Prozentpunkten, vor jenem der Grünen von 0,9 Prozentpunkten. Die ÖVP verzeichnete ein leichtes Minus von 0,8 Prozentpunkten, die Verluste der SPÖ lagen mit 2,3 Prozentpunkten höher. Was ebenfalls schon feststand: Die NEOS werden künftig in niederösterreichischen Gemeinderäten vertreten sein.

 18:24

Wiener Neustadt: SPÖ vor herben Verlusten

Wiener Neustadt: Nach Auszählung mehrerer Sprengel zeichnet sich folgendes Bild ab: Die SPÖ verliert etwa 8 Prozent und wird bei ca. 40 Prozent landen. Die ÖVP gewinnt rund 6 Prozent und kommt auf ca. 30 Prozent.

 18:03

Zwei-Drittel-Mehrheit für Liste in Fischamend

Fischamend: Die Liste "Gemeinsam für Fischamend", die mit Thomas Ram schon bisher den Bürgermeister stellte, hat bei der Wahl in der Gemeinde im Bezirk Wien-Umgebung am Sonntag wahrlich triumphiert. Sie legte 22,65 Prozentpunkte zu und holte mit nunmehr 68,79 Prozent sogar die Zwei-Drittel-Mehrheit.

Auf der Liste des ehemaligen FPÖ- und BZÖ-Landespolitikers fanden sich u.a. auch Kandidaten der ÖVP. Dazu gab es Wahlempfehlungen von früheren SPÖ-Bürgermeistern. "Gemeinsam für Fischamend" hält nunmehr 19 von 25 Mandaten (bisher 13) Auf die SPÖ entfielen vier (zehn) Sitze, auf die "Liste Schuh - Kommunisten und Parteilose" zwei (einer).

 17:44

SPÖ legt in Traiskirchen zu, auch FPÖ stark

Traiskirchen: Die SPÖ hat am Sonntag in Traiskirchen (Bezirk Baden) von 68,89 auf 73,1 Prozent zugelegt. Für Andreas Babler verlief sein Erstantritt als Bürgermeister demnach höchst erfolgreich. Der Nachfolger von Langzeit-Stadtchef Fritz Knotzer ist erst seit Ende April 2014 im Amt.

Babler äußert sich wie sein Vorgänger regelmäßig und lautstark in Sachen Asyl, steht doch in seiner Stadt das chronisch überfüllte Erstaufnahmezentrum. Die FPÖ ist künftig zweitstärkste Kraft in der Stadt, sie fuhr mit 4,64 Prozentpunkten ein knapp höheres Plus als die SPÖ (4,21 Prozentpunkte von freilich sehr hohem Niveau) ein und erreichte mit 14,04 Prozent fünf statt bisher drei Mandate. Die ÖVP stellt in Traiskirchen künftig drei statt vier Mandatare, die Grünen halten einen Sitz.

 17:41

Erster Trend aus Wiener Neustadt

Wiener Neustadt: Laut Auszählungsstand von 13 Prozent dürfte die SPÖ Stimmen verloren haben währen ÖVP und FPÖ Zugewinne verbuchen. Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zur letzten Wahl gesunken.

 17:28

ÖVP und SPÖ in Bad Vöslau nur Platz 4 und 5

Bad Vöslau: Nur die Plätze vier und fünf gab es am niederösterreichischen Wahlsonntag für ÖVP und SPÖ in Bad Vöslau (Bezirk Baden). Die Liste Flammer behauptete trotz des Verlusts von 7,55 Prozentpunkten die Mandatsmehrheit (19 von 37).

Platz zwei in Bad Vöslau ging an die Grünen mit sechs Mandaten (plus vier), Rang drei an die FPÖ mit wie bisher fünf Sitzen. Erst danach folgen die ÖVP mit unverändert vier Mandaten und die SPÖ mit drei (zuvor vier).

 17:24

FPÖ in Götzendorf an der Leitha "Zünglein an der Waage"

Götzendorf an der Leitha: Einen Mehrheitswechsel von der SPÖ (minus 24,69 Prozentpunkte auf 42,88 Prozent) zur ÖVP (plus 10,69 Prozentpunkte auf 43,12 Prozent) gab es in Götzendorf a.d. Leitha (Bezirk Bruck a.d. Leitha. Beide Parteien erreichten je neun Mandate. Die FPÖ (drei Sitze) wird somit zum Zünglein an der Waage.

 17:17

ÖVP legt in kleinster Gemeinde zu

Großhofen: In Großhofen (Bezirk Gänserndorf), Niederösterreichs kleinster Gemeinde mit nur 88 Wahlberechtigten, hat die ÖVP bei der Kommunalwahl am Sonntag von 73,91 auf 78,05 Prozent zugelegt. Sie erreichte damit wie zuletzt zehn der 13 Mandate. Auf die neue "Liste Großhofen" (LGH) entfielen 21,95 Prozent oder drei Sitze. Die SPÖ, zuletzt drei Mandate, war nicht mehr angetreten.

Im Vergleich mit 2010 (damals 72) war die Zahl der Wahlberechtigten diesmal deutlich höher. Die ÖVP erreichte 64 der 82 abgegebenen Stimmen. Auf die LGH entfielen 18. Die Wahlbeteiligung in Großhofen betrug 93,18 Prozent (2010: 95,83 Prozent).

 17:11

Keine SPÖ -"Frauenpower" in Japons

Japons: Die Hoffnung der SPÖ, in Japons im Waldviertel (Bezirk Horn) mit "Frauenpower" zu punkten, hat sich bei der Kommunalwahl am Sonntag nicht erfüllt. Statt zwei Mandaten haben die Sozialdemokraten künftig nur mehr einen Sitz im Gemeinderat. Ein weibliches Quintett hatte die SPÖ-Liste gebildet.

Die ÖVP behauptete trotz des Verlusts von 10,10 Prozentpunkten ihre 13 Mandate. Die neue "Liste Pro Japons" (LPJ) holte 8,08 Prozent (ein Mandat) und war damit sogar stärker als die SPÖ (5,98 Prozent). Die Grünen (5,82 Prozent) verpassten um eine Stimme einen Sitz im Gemeinderat, für die FPÖ (3,88 Prozent) gab es in der Waldviertler Gemeinde ebenfalls nichts zu holen.

 17:08

SPÖ legt in Wieselburg zu

Wieselburg: In Wieselburg (Bezirk Scheibbs) sind die Sozialdemokraten nach der Gemeinderatswahl vom Sonntag noch stärker als bisher. Sie holten 15 (zuvor 14) der 23 Mandate. Sechs (sieben) Sitze gingen an die ÖVP, wie bisher zwei an die FPÖ.

In Wieselburg gab der frühere SPÖ-Landeschef Sepp Leitner mit seiner Kandidatur (nicht auf Platz eins) sein Comeback auf der politischen Bühne, die er nach der Schlappe bei der Landtagswahl im März 2013 verlassen hatte. Der ehemalige Klubobmann der SPÖ im NÖ Landtag, Günther Leichtfried, ist Bürgermeister.

 17:00

17:00 Uhr: Die ersten Ergebnisse

Gmünd: In der Waldviertler Grenzstadt Gmünd ist die SPÖ nach der Gemeinderatswahl vom Sonntag auf einen Partner angewiesen. Die Sozialdemokraten mit dem erst 29-jährigen Andreas Beer an der Spitze büßten mit dem Verlust eines Sitzes die Mandatsmehrheit ein.

Im 29 Köpfe zählenden Gmünder Gemeinderat sind künftig vier Parteien und Listen vertreten: S 14 (zuvor 15), V 13 (12), F 1 (2), Aktiv für Gmünd (AFG) 1 (n.k.). Beer, seit Herbst 2012 Bürgermeister, schlug seine erste Wahl als Spitzenkandidat.

 16:54

Der Countdown läuft...

... IN FÜNF MINUTEN GIBT ES HIER DIE ERSTEN GEMEINDEERGEBNISSE AUS NIEDERÖSTERREICH!

 16:39

Noch zwanzig Minuten...

... dann liegen die ersten Detail-Ergebnisse vor.

 16:11

Spannung in Wiener Neustadt

Besonderes Augenmerk bei der Niederösterreich-Wahl liegt auf Wiener Neustadt. Dort will die ÖVP die rote Absolute knacken.

 15:51

Erste Gemeinden ausgezählt

Spannung in Niederösterreich: In Kürze schließen alle Wahllokale. Aus einigen Bezirken liegen die Ergebnisse bereits vor. Sie unterliegen noch einer Sperrfrist bis 17 Uhr.

 15:15

Der Countdown läuft

In weniger als zwei Stunden liegen die ersten Wahlergebnisse vor. +++ Bei uns finden Sie ab 17 Uhr alle Ergebnisse aus den Gemeinden +++

 15:06

So treten die Parteien in Niederösterreich an

Einzig die Volkspartei stellt Kandidaten in allen Gemeinden. Ihr gehören 425 Bürgermeister an. Die Sozialdemokraten (130 Bürgermeister) treten in 558 Gemeinden an, die Freiheitlichen in 341, die Grünen in 126. Die NEOS stehen - erstmals in Niederösterreich - in 43 Gemeinden zur Wahl. Dazu kommen noch etwa 200 Listen.

2010 hatte die ÖVP landesweit 51,5 Prozent der Stimmen erreicht, die SPÖ 33,8 Prozent. Auf die FPÖ waren knapp sechs Prozent, auf die Grünen 3,4 Prozent und auf sonstige Listen 5,3 Prozent entfallen. Traditionell zu anderen Terminen wählen St. Pölten (das nächste Mal 2016), Krems und Waidhofen a.d. Ybbs (beide 2017).

 14:43

Fakten zur NÖ-Wahl

In 570 niederösterreichischen Gemeinden sind insgesamt 1.519.491 Personen wahlberechtigt (733.404 Männer und 786.087 Frauen), das sind um 60.712 mehr als 2010. Insgesamt kandidieren 1.844 wahlwerbende Listen - ein Plus von 89 im Vergleich zu 2010.

 13:58

Wetter: Schnee in Niederösterreich: Wie läuft da die Wahl?

Winterwetter in Niederösterreich bei Temperaturen um null Grad: So sind die Kommunalwahlen angelaufen. Wohl auch deshalb wurde der Zustrom in die Wahllokale im Laufe des Vormittags stärker.

 13:15

Der Fahrplan heute

Ab 17 Uhr wird es hier die ersten Gemeindeergebnisse geben. Mit dem vorläufigen Endergebnis wird gegen 19:30 Uhr gerechnet.

 12:17

Foto: Pröll bei der Stimmabgabe

Niederösterreichs Landeshauptmann wählte zusammen mit seiner Frau in Radlbrunn:

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(c) TZ ÖSTERREICH

 11:28

Es wird schon fleißig gewählt

In Kürze wird es eine erste Einschätzung zur Wahlbeteiligung geben. Die Wahllokale sind bereits seit 6 Uhr geöffnet.

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 10:51

Blick nach Wiener Neustadt

Klaus Schneeberger mit seiner Frau bei der Stimmabgabe:

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(c) TZ ÖSTERREICH/Artner: Der ÖVP-Mann ist angetreten, um die SPÖ-Absolute in Wiener Neustadt zu brechen.

 10:47

Stimmzettel: So schaut er aus:

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(c) APA

 10:28

1. Interview mit Pröll

Nach seiner Stimmabgabe sagte Niederösterreichs Landeshauptmann (ÖVP) gegenüber oe24.at, dass er dem endgültigen Wahlergebnis nicht vorgreifen kann.

Allerdings gab er sich betont siegessicher. Zudem lobte er die Arbeit seiner Parteikollegen. Und: Hinsichtlich des Wahl-Krimis in Wiener Neustadt gab sich Pröll zuversichtlich, dass dort die rote Absolute fallen könnte.

+++ Sehen Sie hier in Kürze das ganze Interview im Video +++

 10:11

Pröll ist soeben im Wahllokal angekommen

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll gibt in diesen Minuten im Gemeindeamt von Radlbrunn seine Stimme ab.

 10:04

Landeshauptmann Pröll wählt in Kürze

Vor dem Gemeindeamt in Radlbrunn herrscht schon hektisches Treiben: Erwin Pröll wird erwartet. Hier gibt er seine Stimme in Kürze ab.

 10:03

Im Überblick: Diese Wahlen stehen heuer noch an

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 09:20

Rückblick: So wählten Niederösterreichs Gemeinden im Jahr 2010

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 09:13

Super-Wahljahr eröffnet

Die niederösterreichische Gemeinderatskür am heutigen Sonntag eröffnet ein intensives Wahljahr. Im März geht es weiter mit drei Kommunalwahlen, dann folgen vier Landtagswahlen: Im Mai wird fix im Burgenland, im Juni vielleicht vorgezogen in Wien abgestimmt. Regulär würde Wien ebenso wie Oberösterreich und die Steiermark im Herbst zu den Urnen rufen.

 08:21

Erste Wahllokale schon geöffnet

Um 6.00 Uhr die ersten Wahllokale geöffnet. In den 570 Gemeinden gibt es mit 786.086 Frauen und 733.404 Männer insgesamt 1,519.490 Stimmberechtigte. Spätester Wahlschluss ist um 17.00 Uhr. Das vorläufige Endergebnis wird gegen 19.30 Uhr erwartet.

Das erste Resultat wird voraussichtlich aus Großhofen (Bezirk Gänserndorf) vorliegen. Das Wahllokal in der kleinsten Gemeinde Niederösterreichs mit 88 Stimmberechtigten ist von 8.00 bis 10.00 Uhr geöffnet.

Nicht gewählt wird in St. Pölten, Krems und Waidhofen a.d. Ybbs. Im Gegensatz zu Wiener Neustadt rufen die drei weiteren niederösterreichischen Statutarstädte zu anderen Terminen zu den Urnen.