HCB-Skandal

Gift: Bund rügt Kärnten

Als Reaktion soll ein neues Krisenteam eingerichtet werden.

Wie konnte es sein, dass die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) des Bundes im März Kärntner Milch positiv auf HCB getestet hatte, die Belastung aber erst Ende November bekannt wurde? „Unseren Informationen nach wurden die zuständigen Behörden informiert, in diesem Fall die Kärntner Landesbehörden“, heißt es aus dem Büro von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) zu ÖSTERREICH.

Hinter vorgehaltener Hand werden Ministeriumsmitarbeiter deutlicher und nennen den Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) als Verantwortlichen für Lebensmittelsicherheit in seinem Land.

Krisen-Team. Als Reaktion auf den Skandal treibt Oberhauser nun die Einrichtung einer „Einheit für Krisenfälle“ voran. Diese sei im Regierungsprogramm bereits vorgesehen und solle „eine rasche und verbesserte Koordination und Kommunikation“ ermöglichen. Den HCB-Skandal sieht Oberhauser als Umweltskandal, der nur dank Lebensmittelkontrollen aufgedeckt wurde.(fuw)

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